Trotz erhöhter Fertigungskapazitäten: Kamerasensoren für iPhone-Produktion werden knapp
Für die aktuellen iPhones ist Sony der exklusive Lieferant der Kamerasensoren. Dieser exklusive Lieferdeal könnte für Apple allerdings zum Problem werden, da Sony im Moment nicht genug Chips produzieren kann.

Die Zahl der Kameras in aktuellen Smartphones steigt konstant. Beim iPhone 11 Pro und dem iPhone 11 Pro Max sind es mit den drei Linsen auf der Rückseite sowie der Facetime-Cam an der Front mittlerweile vier Objektive. Jede Linse benötigt im Inneren einen entsprechenden Kamerasensor. Diese Sensoren bezieht Apple aktuell ausschließlich von Sony.
In der Firmenzentrale in Tokyo führte Bloomberg nun ein Interview mit Terushi Shimizu, dem Executive Vice President der Halbleitersparte des Konzerns. Laut Shimizu habe man bei Sony im Moment das Problem, dass man der hohen Nachfrage an Kamerasensoren nicht nachkommen kann. Sony ist Marktführer bei der Produktion dieser Sensoren und hält einen Marktanteil von 51 Prozent.
Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, hat Sony in den vergangenen Monaten seine Produktionsstätten für Kamerasensoren weiter ausgebaut. Doch auch die Investition von umgerechnet 2,4 Milliarden Dollar hat nicht ausgereicht, um die bestellten Mengen an Chips herzustellen. Derzeit fährt Sony in seinen Werken 24-Stunden-Schichten, doch auch diese reichen nicht aus, um die Nachfrage zu stillen.
Für die Zukunft sieht Shimizu nur die Möglichkeit, die Werkshallen weiter auszubauen. Ab dem nächsten Jahr stattet Sony viele Smartphone-Hersteller mit einer 3D-Kamera, dem sogenannten Time-of-Flight-System aus. Gerüchten zufolge sollen schon die Pro-Modelle der nächsten iPhone- und iPad-Generationen mit einem Time-of-Flight-Kamerasensor ausgeliefert werden.
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