Twitter macht es offiziell: Tweets können bald bearbeitet werden
Einmal abgeschickt, können Nachrichten auf Twitter im Nachhinein nicht mehr bearbeitet werden. Jetzt gibt der Konzern bekannt: Die Funktion befindet sich schon länger in der Entwicklung und steht bald für Kunden von "Twitter Blue" zum Testen bereit.

Der Mikroblogging-Dienst Twitter sorgte Anfang der Woche für Schlagzeilen. Kein anderer als der reichste Mann der Welt Elon Musk hat sich nämlich in das Unternehmen eingekauft und ist mit 9,2 Prozent Anteilen nun zu einem Großaktionär der Plattform geworden. Das Ganze kostete den Multimilliardär "nur" schlappe 2,9 Milliarden Dollar.
Kurz nachdem die Meldung in den Nachrichtenportalen der Welt die Runde machte, legte Musk auch schon los und startete auf Twitter eine Umfrage mit dem kurzen, aber prägnanten Titel:
- "Möchtet Ihr eine Schaltfläche zum Bearbeiten?"
Tweets zu bearbeiten war nach dem Absenden noch nie möglich. Auch wenn man sich nur vertippt hat und den Text korrigieren will, bleibt einem nichts anderes übrig, als den Tweet zu löschen und neu zu verfassen. Alle bis dahin erhaltenen Likes und die Retweets sind dann natürlich weg.
Twitter bestätigt Entwicklung
Die Umfrage des SpaceX-Gründers erweckte den Eindruck, dass Musk, der Twitter stets wegen Beschränkung der Meinungsfreiheit durch Löschen von Tweets kritisierte, einen Edit-Button für Beiträge einführen könnte. Da er mit seinem Aktienpaket der größte außenstehende Aktionär der Plattform ist, könnte man meinen, dass er dadurch einen gewissen Einfluss auf die Entwicklung von Twitter hat.
Gut acht Stunden später hat sich dann Twitter höchstpersönlich zum Thema "Edit-Button" zu Wort gemeldet. "Tweets bearbeiten" wird demnach schon seit dem letzten Jahr getestet. Der entsprechende Tweet liest sich folgendermaßen:
- "Jetzt wo alle fragen... Ja, wir arbeiten seit letztem Jahr an einer Bearbeitungsfunktion! nein, die Idee stammt nicht von einer Umfrage. Wir beginnen in den kommenden Monaten mit Tests in @TwitterBlue Labs, um zu erfahren, was funktioniert, was nicht und was möglich ist."
Musk oder besser gesagt seine Umfrage hat also mit der Funktion selber nichts zu tun. Allerdings hat er geteasert, dass das Feature möglich wäre sodass Twitter sich am Ende dazu genötigt sah, ein Statement abzugeben.
Tweets bearbeiten wird laut dem Statement in den nächsten Monaten für Abonnenten von "Twitter Blue", einem kostenpflichtigen Premium-Service, den man im Moment nur in den USA, in Kanada, Australien und Neuseeland buchen kann, zum Testen eingeführt. Anschließend soll es dann für alle Nutzer ausgerollt werden.
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