USA: Samsung überholt Apple bei den Smartphoneverkäufen
Knapp ein Jahr nachdem Apple in den USA in Führung ging und mehr Smartphones verkaufte als Samsung, hat sich das koreanische Unternehmen dort wieder den Spitzenplatz zurückerobert. Das folgt wiederum auf die Bekanntgabe von Apples negativen Quartalszahlen, die den Kurs der Apple-Aktie absacken ließen.
Während Apple viele Jahre lang auf einer Erfolgswelle schwamm, zuletzt noch einmal beflügelt im Zeitraum Ende 2014 bis etwa Mitte 2015 infolge der Einführung des iPhone 6 und iPhone 6 Plus, geht es jetzt zum ersten Mal seit 2003 bergab mit den Umsätzen. Nach der Bekanntgabe der letzten Quartalszahlen fiel Apples Aktie daher auch unter 100 Dollar und hat sich bisher auch nicht erholt, sondern fällt weiterhin mit kurzen Anstiegen zwischendurch.
Auch die Verkäufe in den USA, Apples Heimatland, dürften in der Hinsicht nicht zuträglich sein. Apples Hauptkonkurrent Samsung hat dort nämlich im Monat März nach längerer Zeit wieder mehr Smartphones verkauft, wie die Wirtschaftszeitung BusinessKorea berichtet. Mit knapp 29% Marktanteil eroberte sich Samsung den ersten Platz, während Apple mit 23% auf den zweiten Platz rutschte. Auch die Geschäftszahlen von Samsung insgesamt sind positiv. So konnte das koreanische Unternehmen im letzten Quartal einen Gewinnanstieg von 12% verbuchen und die Erwartungen für die restlichen Monate dieses Jahres sind ebenfalls positiv.
Apple kämpft dagegen mit sinkenden iPhone-Verkäufen weltweit und die Erwartungen für den Rest des Jahres sehen schlecht aus. Der zuverlässige Marktanalyst Ming-Chi Kuo rechnet für dieses Jahr mit maximal 205 Millionen verkauften iPhones insgesamt, im schlechtesten Fall sogar mit 190 Millionen Geräten. Damit würde Apple sogar unter das Niveau von 2014 rutschen. An den schlechten Verkaufszahlen kann auch das kompakte iPhone SE nichts ändern. Dieses verkauft sich zwar weitaus besser als von Apple angenommen wurde, trägt aber nur etwa 10% zu Apples Smartphone-Verkaufszahlen bei.
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