Wearables: Fitbit dominiert immer noch den Markt vor der Apple Watch
Mit der Apple Watch hat Apple einen vollen Erfolg gelandet und konnte sich im letzten Jahr auf Anhieb auf die Spitze des Marktes setzen und einen großen Abstand zur Konkurrenz aufbauen. Laut einer Rechnung von Jupiter Research vom Januar war mehr als jede zweite weltweit verkaufte Smartwatch eine Apple Watch. Smartwatches verschiedener Hersteller auf Basis von Android Wear machten dagegen zusammengenommen nur etwa 10% aller im letzten Jahr verkauften Smartwatches aus.
Smartwatches machen aber bekanntlich nur einen Teil des Marktes für Wearables aus, also direkt am Körper getragener intelligenter Geräte. Einen großen Teil dieses Marktes machen wiederum Fitness-Armbänder aus, also Geräte die keine richtige Smartwatches sind, sondern sich ganz speziell auf Fitnessfunktionen beschränken. Eine sehr erfolgreiche Marke ist hier bekanntlich Fitbit und an der Marktführung dieses Herstellers hat sich auch im vergangenen ersten Quartal dieses Jahres nichts geändert, wie aktuelle Zahlen der Marktanalysten von IDC zeigen und Macrumors berichtet.
Fitbit kam hier auf 4,8 Millionen verkaufte Geräte und landete damit auf den ersten Platz bzw. erreichte einen Marktanteil von 24,5%. Auf dem zweiten Platz steht der chinesische Hersteller Xiaomi mit 3,7 verkauften Wearables und einem Marktanteil von 19%, während Apple im ersten Quartal dieses Jahres 1,5 Millionen Smartwatches absetzen und damit einen Marktanteil von 7,5% erreichen konnte. Auf dem vierten und fünften Platz folgen wiederum Garmin und Samsung mit 0,9 und 0,7 Millionen verkauften Wearables und Marktanteilen von 4,6% und 3,6%.
Sinkende Verkaufszahlen der Apple Watch erwartet
Für die Apple Watch erwartet der bekannte Marktanalyst Ming-Chi Kuo dieses Jahr sinkende Absatzzahlen. Kuo erwartet, dass sich die Verkaufszahlen der Apple Watch in diesem Jahr deutlich abkühlen, und zwar um 25% auf unter 7,5 Millionen gegenüber den 10,6 Millionen verkauften Apple Watches im letzten Jahr. Das Betrifft dabei sowohl die Verkaufszahlen der ersten Generation als auch der zweiten Generation. Berücksichtigt man noch, dass die erste Apple Watch im letzten Jahr nur etwas über 8 Monate verkauft wurde, wären um ein Viertel niedrigere Verkaufszahlen in diesem Jahr ein ziemlich starker Rückgang.
Der Marktanalyst argumentiert, dass
die Apple Watch immer noch keine richtige "Killer-Applikation" besitze
und das Gehäuse verbesserungswürdig sei. Ebenso die Akkulaufzeit und die
Unabhängigkeit vom gekoppelten iPhone, die beide derzeit nicht wirklich
überzeugend seien. Diesbezüglich erwartet Kuo auch bei der zweiten Generation der Apple Watch keine großen Neuerungen, sondern viel mehr eine Art S-Modell nach dem bisher vom iPhone bekannten Update-Rhythmus, wo es nur alle zwei Jahre wirklich große Neuerungen gibt. Den Start der Massenproduktion der Apple Watch 2 erwartet er wiederum für das Dritte Quartal, sodass mit einer Markteinführung erst im Herbst zu rechnen sei.
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