Weg vom iPhone: Mein Umzug auf die Apple Watch (Blog #2)
Im ersten Teil unserer Blog-Reihe habe ich darüber berichtet, was meine Apple Watch unbedingt können muss, sodass ich in Zukunft vielleicht auf ein iPhone verzichten und es einfach mal zu Hause lassen kann. Heute geht es im zweiten Teil um die Hardware.

Foto-Credits: Apple & AppTicker
Hallo liebe Leser. Schön, dass Ihr wieder reingeklickt habt. Nachdem ihr jetzt wisst, was meine nächste Apple Watch unbedingt können muss, bin ich noch gar nicht näher darauf eingegangen, warum ich den Versuch starten möchte, das iPhone in Zukunft einfach zu Hause liegenzulassen.
Bei mir ist es das Nutzungsverhalten. In der Regel habe ich mich gut im Griff, doch immer öfter ertappe ich mich beispielsweise beim „Doom-Scrolling“. Sei es YouTube, X, diverse Musik-Streaming-Apps, Webseiten in Safari oder nur die eigene Foto-Mediathek: Die Zeiten, die ich unproduktiv am iPhone verbringe, möchte ich reduzieren.
Eine Ultra muss her
Und da muss ein adäquater Ersatz her, mit dem ich weniger Bildschirmzeit verbringe. Die Apple Watch ist mittlerweile auf dem Stand angekommen, sich trotz der vergleichsweise spartanischen Ausstattung als genau das anzubieten. Die aktuellen Modelle haben alles an Bord, um aus der Uhr einen echten iPhone-Ersatz zu machen – mit allen Raffinessen, nur etwas kleiner und ohne Kamera.
Die Größe ist der erste Punkt auf meiner Liste. Während ich beim iPhone eher die mini-Baureihe bevorzuge, kann das Display der Apple Watch nicht groß genug sein, um ein iPhone im Alltag zu ersetzen. Also muss es eine Ultra sein. Da dies mein erster Versuch ist und ich das Ganze erst einmal testen möchte, bevor es sich zu meinem festen Alltag etabliert, habe ich mich für die Apple Watch Ultra 2 entschieden.
Das muss die Hardware können
Die Ultra 2 bietet, was das Preis-Leistungs-Verhältnis betrifft, mehr als genügend Kompromisse. Neben einem großen Bildschirm ist mir die Nutzung der integrierten Lautsprecher für die Wiedergabe von Musik sehr wichtig. Das war der Punkt, an dem sich die Ultra 1 leider aus dem Rennen verabschiedet hat, denn mit der ersten Generation bleiben da die integrierten Lautsprecher stumm.
Außerdem soll es ein relativ aktueller Chipsatz sowie ausreichend interner Speicher sein. Ein Cellular-Modul ist Pflicht und auch die im Vergleich zur Series 11 längere Akkulaufzeit überzeugt.
Das sind die technischen Details, die mich zum Kauf der Apple Watch Ultra 2 bewegten:
- ein 49 mm OLED
- der Apple S9 Chipsatz
- das integrierte Cellular-Modul
- 64 GB interner Speicher
- Bluetooth 5.3
- 3.000 Nits maximale Helligkeit
- Outdoor-Funktionen wie Backtrack oder die Sirene
- Lautsprecher für die Medienwiedergabe
Da der letzte Punkt nur von der Ultra 2 und 3 unterstützt wird und die dritte Generation zu wenig Neuerungen für einen zu geringen Preisunterschied mitbringt, habe ich mir eine Apple Watch Ultra 2 gekauft.
Der Kauf: Günstige Geräte auf eBay
Wenn es um Neuware geht, sind Plattformen wie Amazon, MediaMarkt oder eBay meine erste Wahl. Der große Vorteil des Online-Auktionshauses ist, dass man dort auch oft Vorführgeräte kaufen kann. Diese haben den Vorteil, dass sie in der Regel aussehen wie neu, der Akku meist über eine hohe Kapazität verfügt und dass man Originalware erhält. Der Preis liegt dafür ein paar Hundert Euro unter der UVP von Apple.
Ich habe viele Angebote verglichen und mich für ein Vorführmodell aus den USA entschieden, das von einem deutschen Händler angeboten wurde. Die Apple Watch Ultra 2 mit Ocean Armband kostete nach Abzug von zwei Rabatten nur noch 519 Euro. Mehr wollte ich für die Uhr alleine für den ersten Test auch nicht ausgeben.
Alternativ kann man auch bedenkenlos zu einem generalüberholten Gerät greifen. Da ist zum Beispiel Amazon eine gute Quelle. Die Apple Watch Ultra 2 wird dort mit Ocean Armband, das bei Apple bereits für knapp 100 Euro verkauft wird, schon ab 519,99 Euro angeboten.
Keine OVP aber originales Zubehör
Geliefert wurde die Ultra 2 in seiner sauberen Box mit originalem Zubehör und dem Ocean Armband von Apple. Das schwarze Gehäuse war sauber, frei von Kratzern und der Akku mit 100 Prozent im Neuzustand. Der Kauf lief also schon einmal gut ab.
Mir ist klar, dass man bei besonders günstigen Preisen auch an Händler geraten kann, die es weniger gut mit einem meinen. Da gehört am Ende auch eine gewisse Portion Glück dazu. Und im schlimmsten Fall schickt man die Uhr einfach zurück.
Eine kleine Einschränkung war da dann doch…
Was ich allerdings total vergessen habe, ist die fehlende Möglichkeit, bei einem US-Modell der Apple Watch Ultra 2 den Blutsauerstoffgehalt direkt auf dem Display der Uhr anzeigen zu lassen. Da gab es einen Rechtsstreit mit dem Medizinprodukthersteller Masimo, weshalb dieses Vitalzeichen nach einer Messung jetzt auf dem gekoppelten iPhone in der Health-App angezeigt wird. Das gilt auch, wenn man die Uhr hierzulande mit einem deutsche Apple Account nutzt.
Im nächsten Teil meines Blogs werde ich über die Bestellung einer eSIM für die Apple Watch Ultra 2 berichten. Das war gar nicht so einfach, wie man es sich vorstellt.





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