Wegen hoher Zölle: Apple lässt Geräte per Flugzeug in die USA schaffen
Morgen treten die nächsten von der Trump-Administration angekündigten Zollerhöhungen in Kraft. Wie jetzt bekannt wurde, will Apple die Zeit bis zum Launch des iPhone 17 überbrücken und fliegt deshalb seit Tagen iPhones und andere Geräte in die USA.

Seit Ende letzter Woche vergeht kein Tag, an welchem nicht von den Sanktionen der USA auf im Ausland hergestellte Produkte berichtet wird. Am Samstag wurde die erste Stufe des Pakets gezündet, das alle Importe über Nacht zehn Prozent teurer machte. Morgen folgt die nächste Erhöhung, die, je nach Land, unterschiedlich ausfällt.
Für Importe aus China müssen dann satte 54 Prozent zusätzlich an den Staat bezahlt werden. Für andere Länder wie Indien, in denen u. a. auch Apple verschiedene seiner Geräte fertigen lässt, steigt der Zoll auf über 20 Prozent. Im Fall von Indien sind es beispielsweise 27 Prozent.
Mehrere Flugzeuge voll mit iPhones
In Cupertino hat man sich in den letzten Wochen auf dieses Szenario vorbereitet und gehandelt. Wie die Times of India schreibt, haben in nur drei Tagen der letzten Märzwoche fünf Flugzeuge voller iPhones und anderer Apple-Geräte das Land in Richtung USA verlassen. Die Redaktion bezieht sich dabei auf die Aussagen mehrerer Vertreter der indischen Regierung.
Mit dieser Lieferung hat der iPhone-Hersteller bereits die ersten Zölle in Höhe von zehn Prozent umgangen, denn vorher eingeführte Produkte dürfen weiterhin zum alten Preis verkauft werden. Apple möchte die Sanktionen, die sich schon am Freitag negativ auf die Aktienmärkte weltweit ausgewirkt haben, nicht an den Endkunden weitergeben und es ist zu erwarten, dass bis heute noch zahlreiche weitere Lieferungen aus Indien und China aber auch Ländern wie Vietnam oder Taiwan die USA erreicht haben.
Wie geht es weiter?
Durch die ungeplanten Lieferungen der letzten Wochen könnte es Apple gelungen sein, die Lagerbestände mit Geräten, für die noch der reguläre Zoll fällig wurde, aufzustocken. Die zusätzlich importierten Stückzahlen könnten die nächsten Monate ausreichen, um, wie eingangs erwähnt, die Zeit zu überbrücken, bis mit dem iPhone 17 im Herbst die nächste iPhone-Generation eingeführt wird.
Für das iPhone 17 könnte Apple die Verkaufspreise anpassen und die Zölle einberechnen. Da der Streit um die Sanktionen jedoch anhält und im Moment noch nicht klar ist, wie sich das Ganze in den nächsten Wochen und Monaten entwickelt, kann man zum jetzigen Zeitpunkt noch keine endgültige Prognose zu den Verkaufspreisen des iPhone 17 abgeben.
Wir haben die Zoll-Thematik an anderer Stelle etwas näher beleuchtet und halten euch natürlich über aktuelle Entwicklungen auf dem Laufenden.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Formel 1: Apple sichert sich die Exklusivrechte für Übertragungen in den USA
Jetzt ist es offiziell: Apple hat in seinem Newsroom einen exklusiven Mega-Deal mit der Formel 1 bekannt gegeben. Ab 2026 laufen alle Rennen auf amerikanischem Boden in den USA nur noch über Apple TV.

Trump: Apple soll iPhones in den USA produzieren, sonst drohen Strafzölle
iPhones, die in den Vereinigten Staaten verkauft werden, kommen fast ausschließlich aus Indien, um Strafzölle zu vermeiden. Donald Trump fordert den Konzern nun auf, die Produktion in die USA zu verlegen – ansonsten drohen Zollgebühren in Höhe von mindestens 25 Prozent.

Zollstreit in den USA: Tim Cook schließt Preiserhöhungen vorerst aus
Im Rahmen der Verkündung der Quartalszahlen hat sich Apple-CEO Tim Cook zu eventuellen Preiserhöhungen im Zusammenhang mit dem Zoll-Chaos in den USA geäußert. Zumindest in den nächsten Monaten sollen iPhones und andere Geräte nicht teurer werden.

Apple kann aufatmen: Keine höheren Zölle für iPhones & MacBooks
Das Weiße Haus hat zum Wochenende Zollbefreiungen für mehrere Produktkategorien erlassen. Dazu gehören auch Smartphones, was bedeutet, dass die Preise von iPhone und Co vorerst stabil bleiben dürften.

Zoll-Chaos in den USA: 125 Prozent könnten für Apple schwierig werden
iPhones könnten schon bald richtig teuer werden. Zwar legt Trump die angekündigten Zölle für einige Länder auf Eis – Importe aus China werden jedoch noch teurer als gedacht: Der Zoll wurde auf 125 Prozent hochgesetzt.

Werden Apple-Geräte demnächt deutlich teurer?
Die EU-Kommission erwägt die Zölle auf Geräte und Dienstleistungen von Apple und weiteren US-Techkonzernen deutlich zu erhöhen. Dies würde zwangsweise zu entsprechenden Preiserhöhungen führen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.