2020er-iPhones noch leistungsfähiger dank A-Chips im 5nm-Verfahren
Der A-Chip von Apple wird schon bald in die übernächste Generation eintreten: Während andere Hersteller in ihren Produkten noch nicht einmal 7nm-Chips verwenden, könnten die iPhones des nächsten Jahres bereits über Prozessoren verfügen, die im 5nm-Verfahren hergestellt wurden.

Schon seit geraumer Zeit entwickelt Apple die Prozessoren für seine iPhones, iPads, die Apple Watch oder die AirPods selbst. Für die Fertigung vergibt der Konzern allerdings Aufträge an Firmen wie TSMC oder Samsung. Nachdem die Ingenieure bei TSMC den Konkurrenten Samsung in Sachen Leistung und Effizienz abgehängt haben, hat sich der taiwanische Hersteller seit dem A8-Chip im Jahr 2014 zum exklusiven Hersteller der A-Chips gemausert.
Bei TSMC hat man nun einen weiteren Meilenstein in der Fertigungstechnik erreicht. Wie das ebenfalls taiwanische Nachrichtenportal DigiTimes berichtet, hat TSMC nun angekündigt, die komplette Infrastruktur für Chips, die im 5nm-Verfahren produziert werden, liefern zu können. Die vollständige Dokumentation der TSMC 5nm-Designinfrastruktur kann ab sofort von allen Partnern des Halbleiterherstellers eingesehen werden.
„Die 5-Nanometer-Technologie von TSMC bietet unseren Kunden den branchenweit fortschrittlichsten Logikprozess zur Bewältigung der exponentiell wachsenden Nachfrage nach Rechenleistung durch AI und 5G." (Cliff Hou, Vice President für Forschung, Entwicklung und Technologieentwicklung bei TSMC)
Laut den Angaben von TSMC sind die neuen 5nm-Chips im Vergleich zu 7nm-Produkten bis zu 15 Prozent schneller und enthalten bis zu 80 Prozent mehr Transistoren. Zudem weisen die neuen Chips eine bessere Energieeffizienz auf, was bei richtigem Einsatz die Laufleistung von Akkus deutlich erhöhen kann. Durch die geringere Strukturbreite ermöglicht das neue Verfahren zudem eine höhere Ausbeute pro Wafer, was sich letztendlich auf den Preis auswirken wird.
Apple hat zum Jahresbeginn bekannt gegeben, dass man bei der Herstellung der A-Chips weiterhin auf TSMC als exklusiven Partner setzt. Da sich die 5nm-Chips bereits in der Risikoproduktion befinden, liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass Apple die neuen Prozessoren schon in den 2020er-iPhones einsetzen könnte.
Nach der Umstellung auf das 5nm-Verfahren hat TSMC signalisiert, sich jetzt auf die Entwicklung in 3nm zu konzentrieren. Chips mit der wiederum 2nm kleineren Bauweise könnten dann ab 2022 auf den Markt kommen.








Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.