Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max

Apple bereitet die Produktion der nächsten iPhone-Generation vor, wobei die Kalkulation für die Spitzenmodelle deutlich schwieriger ausfällt als in den Vorjahren. Das Analysehaus Counterpoint Research hat die voraussichtlichen Materialkosten für das iPhone 18 Pro Max ermittelt und stuft diese als deutlich höher ein als beim aktuellen iPhone 17 Pro Max. Besonders die Kombination aus fortschrittlicher Halbleiterfertigung und den angespannten Speichermarkt-Preisen belastet die Marge. Wie das Unternehmen diese Kostensteigerungen an die Kunden weitergeben wird, steht noch nicht fest, doch Experten prognostizieren spürbare Preisanpassungen.
Speicherchips treiben Kosten in die Höhe
Der Hauptgrund für den deutlichen Anstieg der Herstellungskosten liegt im Speicherbereich. Die Preise für NAND-Flash-Speicher und DRAM sind seit Ende 2025 aufgrund von Lieferengpässen stark gestiegen. Für das Top-Modell mit einem Terabyte Speicher summieren sich diese Mehrkosten auf bis zu 300 Dollar im Vergleich zum Vorgänger. Das entspricht einem Anstieg von rund 30 Prozent. Allein die Ausgaben für Speicherbausteine bewegen sich in einer Größenordnung, die fast dem gesamten Materialwert des Vorgängermodells entspricht.
Neuer Prozessor und Kamera-Komponenten
Neben dem Speicher übt auch der neue A-Prozessor Kostendruck aus. Apple plant die Fertigung des Chips auf der neuen 2-Nanometer-Technologie, was durch innovative Verpackungsmethoden weiter verteuert wird. Auch die Kamera-Ausstattung wird teurer, da für die Hauptlinse eine variable Blende geplant ist. Ein positiver Faktor, der den Anstieg jedoch leicht dämpft, ist das Display, dessen Preis laut Prognosen sinken dürfte. Zusammen mit anderen günstiger werdenden Bauteilen reicht dieser Effekt jedoch nicht aus, um den massiven Kostensprung auszugleichen.
Apple plant Preiserhöhungen für Kunden
Um die gestiegenen Ausgaben zu decken, wird Apple voraussichtlich die Verkaufspreise für das neue Modelljahr anheben. Counterpoint Research geht von einer durchschnittlichen Preiserhöhung von rund 200 Dollar aus. Die Strategie soll differenziert gestaltet werden, wobei die Kostensteigerungen je nach gewählter Speichervariante unterschiedlich stark ausfallen werden. Besonders bei den Modellen mit viel Speicher droht ein starker Gewinnrückgang, den Apple durch die Preisanpassung abfedern will. Selbst mit diesen Maßnahmen werden die Gewinnmargen im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich schmaler ausfallen.
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