Am 9. Mai erhalten kostenlose Zoom-Accounts drei neue Features
Könnte der Beschuss von Zoom in Sachen Nutzersicherheit bald ein Ende haben? Ein großer Meilenstein des Planes ist nun getätigt, so das Unternehmen selbst.

Am 29. April hat Zoom die neueste, generalüberholte Version der Videokonferenz-App auf den Markt gebracht - mit Zoom 5.0 bringt das Unternehmen ganze neun neue Features mit sich, welche sich alle extensiv mit der Sicherheit des Endnutzers beschäftigen. Dies wird in einem Blog Post auf der offiziellen Seite als ein Meilenstein des 90-tägigen Plans angesehen, welcher die Sicherheit und das Vertrauen der Nutzer in Zoom wieder stärken soll nachdem das Unternehmen stark unter Beschuss gefallen ist und sogar in manchen Regierungen und Unternehmen verboten worden ist. Unter diesen Features fallen ein Upgrade der Verschlüsselung von Videochats auf den AES 256-bit GCM Standard und Data Routing Control, was es dem Nutzer erlaubt zu entscheiden von welchem Datenzentrum das gewünschte Meeting oder der Anruf gehostet werden soll. Diese Punkte zählen unter den größten Veränderungen von Zoom 5.0, jedoch gelten diese nur für Nutzer mit einem bezahlten Account - wenigstens ein paar Punkte werden jedoch auch für kostenlose Accounts ab dem 9. Mai bereitgestellt.
Auch für kostenlose Accounts liegt der Fokus der neuen Features auf die Sicherheit des Nutzers, denn die drei neuen Funktionen führen neue Standards für die Nutzung von Zoom ein. Hier die Patch Notes, die bald aktiv sein werden:
- Passwörter werden künftig nicht mehr optional sein, sonder werden für alle Meetings benötigt - darunter zählen neue Meeting-Räume, bereits existierende Meeting-Räume und Meetings welche PMI (Personal Meeting ID) benutzen
- Warteräume werden künftig standardmäßig bei PMIs aktiviert sein
- Privilegien für das Teilen des Bildschirms werden künftig standardmäßig nur beim Host des Meetings liegen
Was diese Features besonders verhindern sollen, ist das Phänomen des sogenannten Zoom-Bombings - so war es bislang für Nutzer außerhalb des eingeladenen Umfelds möglich, Meetings beizutreten für die jene nicht eingeladen worden sind. Alles was die Zoom-Eindringlinge hierzu tun mussten, ist bereits einmal Teil eines Meetings der hostenden Person gewesen zu sein, oder den Link zu dem Meeting-Raum von einer Person innerhalb des Raumes aufzurufen. Mit den neuen Maßnahmen ist jedoch damit Schluss, denn auch Nutzer mit einem Link zum Raum müssen so das Passwort des Raumes angeben, um beitreten zu können.
Wie bereits genannt sind diese Features nur ein Teil des großen Aufwandes, den Zoom CEO Eric S. Yuan ins Leben gerufen hat um den bröckligen Ruf des Services wieder zu retten und das Vertrauen der Nutzer wieder zu gewinnen. Jedoch sehen viele Konkurrenten den derzeitigen Fokus auf interne Sicherheit als perfekte Gelegenheit, um selbst an Nutzern zu gewinnen die nach einer Zoom-Alternative suchen - allen voran hierbei Skype, welches mittlerweile über viele von Zooms eigenen Funktionen verfügt und das Beitreten zu Meetings so einfach wie noch nie gestaltet hat.
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