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WhatsApp stoppt neue Phishing-Kampagne der NSO Group

Der Messenger-Betreiber hat eine Social-Engineering-Operation der NSO Group vereitelt. Das Unternehmen wertet den Vorfall als Verstoß gegen eine gerichtliche Unterlassungsverfügung und hat rechtliche Schritte eingeleitet.
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AppTickerTeam
Vor 2 Std3 Min. Lesezeit
WhatsApp stoppt neue Phishing-Kampagne der NSO Group
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WhatsApp hat eine neue Phishing-Kampagne gestoppt, die auf die NSO Group zurückgeht. Die Sicherheitsmannschaft des Messengers identifizierte eine Social-Engineering-Operation, bei der Empfänger durch gefälschte Nachrichten zu schädlichen Links verleitet werden sollten. Der Konflikt zwischen dem Dienst und dem israelischen Überwachungstechnologie-Unternehmen dauert bereits seit 2019 an. Nun geht es darum, eine gerichtliche Unterlassungsverfügung durchzusetzen, die der NSO Group sämtliche Angriffe auf WhatsApp untersagt.

Die Sicherheitskräfte des Messengers erkannten charakteristische technische Merkmale, die eindeutig auf die Arbeitsmethoden der NSO Group hindeuten. Das Unternehmen hat bereits rechtliche Schritte eingeleitet, um die Verstöße ahnden zu lassen. Gleichzeitig zeigt die Entwicklung, dass die Bedrohung durch gezielte Überwachung weiterhin besteht und ständige Wachsamkeit erfordert.

Angriffsmethoden der NSO Group

Die Sicherheitsmannschaft des Messengers stieß auf eine Social-Engineering-Operation, die darauf abzielte, Empfänger durch gefälschte Botschaften zum Öffnen schädlicher Hyperlinks zu bewegen. Bevor die eigentliche Kampagne starten konnte, hatten die Akteure bereits mehrere Testkonten sowie Dummy-Gruppen auf der Plattform angelegt. WhatsApp konnte diese Infrastruktur rechtzeitig erkennen und die betroffenen Accounts sperren.

Durch den Abgleich mit früheren Vorfällen erkannten die Experten charakteristische technische Merkmale, die eindeutig auf die Methoden der NSO Group hindeuten. Die Sicherheitskräfte des Messengers werteten den Vorfall als direkten Verstoß gegen die bestehende gerichtliche Unterlassungsverfügung. Das Unternehmen hat daraufhin sofort Gegenmaßnahmen eingeleitet, um weitere Angriffe zu verhindern.

Rechtsstreit seit 2019

Der aktuelle Vorfall spielt sich vor dem Hintergrund eines langwierigen Rechtsstreits ab, der im Jahr 2019 begann, als die NSO Group eine Sicherheitslücke im Messenger ausnutzte, um Spionagesoftware auf betroffenen Endgeräten zu installieren. Im Dezember 2024 sprach ein US-Gericht das israelische Unternehmen offiziell haftbar und verhängte ursprünglich eine immense Strafzahlung von 167 Millionen Dollar sowie Schadenersatz.

Ein Richter senkte diese Summe im Oktober 2025 zwar auf vier Millionen Dollar, behielt jedoch eine dauerhafte Unterlassungsverfügung bei. Diese Anordnung verbietet dem Staatstrojaner-Anbieter strikt, den Dienst oder dessen Benutzer erneut zu attackieren. Die NSO Group versucht nun, die gerichtliche Verfügung komplett aufheben zu lassen und argumentiert, dass das generelle Angriffsverbot einen nicht wiedergutzumachenden Schaden verursache.

Zivilgesellschaftliche Unterstützung

Da WhatsApp die neue Phishing-Welle als direkten Bruch dieses Verbots wertet, hat das Unternehmen bereits den Antrag auf Ahndung der Ordnungswidrigkeit beim zuständigen Bundesgericht eingereicht. Parallel dazu unterstützt WhatsApp die Spyware Accountability Initiative mit erhöhten finanziellen Mitteln, um die Bekämpfung von Überwachungsmissbrauch zu stärken.

Mehr als ein Dutzend zivilgesellschaftlicher Organisationen hat sich nun hinter den Messenger gestellt und eine gemeinsame Stellungnahme beim Berufungsgericht eingereicht, um die Unterlassung zu verteidigen. Diese breite Solidarität unterstreicht die Bedeutung des Falls für den Schutz der Privatsphäre und digitalen Rechte insgesamt. Die Unterstützer betonen, dass erfolgreiche Überwachungstechnologie nicht nur einzelne Nutzer, sondern die gesamte Zivilgesellschaft gefährdet.

Zusammenfassung

WhatsApp hat eine neue Phishing-Kampagne der NSO Group gestoppt und sieht darin einen Verstoß gegen die gerichtliche Unterlassungsverfügung. Der Messenger beantragt nun die rechtliche Ahndung, während zivilgesellschaftliche Gruppen die bestehende Anordnung vor dem Berufungsgericht verteidigen. Der Fall zeigt die anhaltende Bedrohung durch staatliche Überwachungstechnologie.

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