Apple ändert Power-Management in macOS 10.15.5 für längere Lebensdauer des Akkus
Gestern Abend hat Apple die zweite Beta von macOS 10.15.5 Catalina veröffentlicht. Im Vergleich zur Beta 1 gibt es in der neuen Version ein überarbeitetes Power-Management, das die Lebenszeit des Akkus deutlich verlängern kann.

Jeder Akku verliert im Lauf der Zeit an Kapazität. Das liegt unter anderem am chemischen Prozess, der beim Aufladen eines Lithium-Ionen-Speichers, vor allem im Bereich zwischen 80 und 100 Prozent Füllstand, die Zellen enorm belastet. In iOS bietet Apple schon länger die Möglichkeit an, den Akku optimiert zu laden. Mit der zweiten Beta von macOS 10.15.5 Catalina hält das verbesserte Akku-Management nun auch Einzug auf dem MacBook.
Im Rahmen der Veröffentlichung der zweiten Beta hat Apple mit mehreren Online-Publikationen über das neue Power-Management gesprochen:
Aktiviert man das neue Battery Health Management, analysiert macOS kontinuierlich das Ladeverhalten, die Temperatur des Akkus und die Nutzung. Ist das MacBook häufig am Stromnetz angeschlossen und verfügt konstant über 100 Prozent Akku-Füllstand, regelt die Steuerung die Kapazität der Batterie etwas herunter. So wird dann zum Beispiel die 80-Prozent-Grenze nicht überschritten, was auf lange Sicht die Lebensdauer der Batterie verlängert und Abnutzung verhindert.
Beim iPhone wird beim aktivierten optimierten Laden der Akkustand auf Wunsch konstant bei 80 Prozent gehalten, wenn das Smartphone am Netzteil hängt. iOS lernt im Lauf der Zeit, wann das iPhone vom Netzkabel getrennt wird und lädt die restlichen 20 Prozent erst kurz davor nach. Genau so läuft es dann auch unter macOS 10.15.5.
Apple gibt an, dass die erfassten Nutzungsdaten zu keiner Zeit an den Hersteller übermittelt werden, sondern auf dem Gerät verbleiben. Das neue Akku-Management kann zudem vollständig deaktiviert werden. Die Funktion steht jedem MacBook zur Verfügung, das Thunderbolt-3-Ports besitzt, also alle MacBook Pro ab 2016 und alle MacBook Air ab 2018.
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