Apple · App Store

Apple bezieht Stellung und argumentiert gegen einen alternativen App Store

Sollte es einen alternativen App Store geben? Nach der Meinung von vielen Politikern, ja. Apple hat nun offiziell eine Liste mit Gründen veröffentlicht, warum ein weiterer Store fatal sein könnte. Vor allem sei die Sicherheit der Nutzer gefährdet.

A
AppTickerTeam
23.06.20213 Min. Lesezeit
Apple bezieht Stellung und argumentiert gegen einen alternativen App Store
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Seit einigen Monaten steht bereits die Debatte über einen alternativ App Store im Raum. In den letzten Wochen verdichtet sich das ganze, sowohl in Europa als auch in den USA. Gestern berichteten wir, dass das Bundeskartellamt ein Verfahren gegen Apple eröffnet habe, in dem es um die Frage geht, in wie weit Apple einen fairen Wettbewerb untergräbt. Dazu zählt auch die Frage, ob Apple mit dem App Store ohne Alternative ein Monopol betreibt. Das Unternehmen wehrt sich schon eine lange Zeit gegen die Anschuldigungen und versucht, die Politik von der Richtigkeit ihres Verhaltens zu überzeugen. Nun hat Apple unterstützend eine aktualisierte Schrift veröffentlicht, in der Gründe gegen einen alternativen App Store aufgeführt werden.

Das sind Apples Argumente für eine alleinige Existenz des App Stores

Apples Gründe, warum der App Store alternativlos bleiben sollte, gehen eigentlich alle nur in eine Richtung: Datenschutz. Zusammenfassend kann man die Schrift damit, dass durch einen alternativen App Store Nutzerdaten gefährdeter sein würden und das Handy anfälliger für Viren und Malware wäre. Doch Apple benennt dies nicht einfach nur, sondern weist konkrete Zahlen vor.

Eine dieser Zahlen wird aus einem Vergleich mit dem Google Playstore auf Android extrahiert. Apple appelliert, dass man sich ein mal anschauen solle, wieviel Schadsoftware auf Android kursiert. Dies sei deutlich mehr als auf Apple: Der Konzern spricht von einem Faktor von 15. Nutzer eines Android Smartphones hätten also ein 15 mal stärkeres Risiko, mit Schadsoftware in Verbindung zu kommen, als ein iPhone-Nutzer. Dies sei kein Problem des Play Store an sich, sondern vorhanden, da sich unter Android Software von überall her installieren ließe. Im App Store ist dies gerade nicht möglich, dort vorhandene Software wird einer Prüfung unterzogen, ehe sie einziehen darf.

Weitere Zahlen beziehen sich auf die Menge an Software, die durch genau diese Prüfung verhindert werden konnte: Apple selbst spricht von über einer Millionen Apps, die letztes Jahr entfernt wurden. Das ganze Spaltet sich auf in Plagiate (mehr als 150.000 Fälle), Verletzung der Privatsphäre (circa 215.000 Fälle), das Beinhalten von nicht-dokumentierten Funktionen (48.000 Fälle) und kriminelle Machenschaften (95.000 Fälle). Durch die Verhinderung und das Löschen betroffener Software seien rund 1,5 Milliarden Dollar Umsatz gestoppt worden.

Wenn es nun einen zweiten App Store gäbe, also Sideloading erlaubt wäre, könne Apple nicht mehr für die Sicherheit der Nutzer gewährleisten. Immerhin sei die Gruppe riesig: Über eine Milliarde Nutzer mit einem iPhone gibt es weltweit. Der App Store sei sicher und kontrolliert, vor allem sei er über Jahre hinweg immer weiter optimiert worden. Ein alternativer App Store sei hingegen unkontrolliert und dadurch nicht sicher. Apple befürchtet, dass sich dann ein Paradis für Malware und Kriminelle entwickeln könnte.

Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Apple.

Alle Apple →
Apple verliert Kartellklage in Europa - AppStore bleibt unter DMA-Zwang
Apple

Apple verliert Kartellklage in Europa - AppStore bleibt unter DMA-Zwang

Apple hat vor dem General Court in Luxemburg verloren. Die Einstufung als Gatekeeper für iOS und den App Store bleibt bestehen.

Vor 4 Tagen2 Min
Russland droht Apple mit 52-Millionen-Dollar-Geldstrafe wegen verweigerter Vorinstallation
Apple

Russland droht Apple mit 52-Millionen-Dollar-Geldstrafe wegen verweigerter Vorinstallation

Moskau verlangt die Vorinstallation staatlicher Apps auf iPhones und setzt eine Frist bis zum 15. Juli 2026. Bei Nichtbefolgung droht eine Rekordstrafe.

02.07.20263 Min
OpenClaw: Der lokale KI-Assistent hat nun eine offizielle iPhone-App
iOS

OpenClaw: Der lokale KI-Assistent hat nun eine offizielle iPhone-App

OpenClaw veröffentlicht seine erste offizielle iOS-App im App Store. Der KI-Assistent arbeitet vollständig lokal über ein privates Gateway und bleibt damit unter der Kontrolle der Nutzer.

30.06.20263 Min
WhatsApp führt globale Benutzernamen-Reservierung ein
Apps

WhatsApp führt globale Benutzernamen-Reservierung ein

WhatsApp durchbricht das Prinzip der telefonnummernbasierten Identifikation. Die Reservierung für individuelle Benutzernamen hat begonnen, die volle Funktion folgt schrittweise.

30.06.20263 Min
iOS 27: Neue Datenschutz-Features und Querformat für Wo ist
iOS

iOS 27: Neue Datenschutz-Features und Querformat für Wo ist

Apple überarbeitet in iOS 27 die Standortfreigabe grundlegend. Nutzer können ihren Standort künftig diskret pausieren, individuelle Zeiträume festlegen und die App erstmals im Querformat nutzen.

18.06.20263 Min
Siri bleibt ein Werkzeug: Apples klare Absage an emotionale KI bei iOS 27
iOS

Siri bleibt ein Werkzeug: Apples klare Absage an emotionale KI bei iOS 27

Craig Federighi und Greg Joswiak erklären Apples Philosophie hinter iOS 27: Siri bleibt ein reines Werkzeug und verzichtet bewusst auf emotionale Bindung.

12.06.20263 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.