Apple preist Macs und iPads teurer – Analysten bleiben ruhig
Apple hat am 25. Juni 2026 Preiserhöhungen für Teile des Mac- und iPad-Sortiments bekanntgegeben. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursverlust von 4,8 Prozent, doch Analysten von Evercore ISI und Wedbush sehen die Maßnahme als notwendigen Schutz der Gewinnmarge.

Apple hat am Donnerstag die Preise für mehrere Mac- und iPad-Modelle erhöht. Damit greift der Konzern zu einer Maßnahme, die er normalerweise nur bei der Einführung neuer Produktgenerationen vornimmt. Die Wall Street reagierte mit einem deutlichen Kursverlust, doch Fachleute der Finanzbranche bewerten die Entscheidung anders. Hintergrund sind explodierende Beschaffungskosten für Speicherchips, die die Gewinnmargen des Unternehmens bedrohen.
Analysten sehen keinen Grund zur Sorge
Trotz des Kurseinbruchs zeigen sich die Analysten überraschend gelassen. Evercore ISI bestätigte sein Outperform-Rating und behielt das Kursziel von 365 US-Dollar bei. Analyst Amit Daryanani betonte, dass Apple die steigenden Kosten nicht länger allein absorbieren könne und die Bruttomarge schützen müsse. Wedbush änderte seine Einschätzung nicht und hielt das Outperform-Rating mit einem Kursziel von 400 US-Dollar bei. Analyst Dan Ives führte aus, dass Preiserhöhungen bei den aktuellen Speicherkosten unvermeidbar seien. Die Finanzexperten hoben hervor, dass selbst der technologische Riese die drastischen Kostenanstiege nicht unbegrenzt internalisieren könne.
Speicherkosten als Haupttreiber
Der Hauptgrund für die Preiserhöhungen liegt bei den massiv gestiegenen Kosten für Speicherchips. Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur hat den Markt für Halbleiter unter enormen Druck gesetzt, was sich direkt in den Beschaffungskosten niederschlägt. Ein Quartalsbericht von Micron bestätigte diese Entwicklung und zeigte, dass der KI-Boom die Preise auf einem anhaltend hohen Niveau hält. Zusätzlich sind Apples langfristige Lieferverträge für Speicher im aktuellen Quartal ausgelaufen. Das Unternehmen muss sich nun stärker an den deutlich teureren Spotmarktpreisen orientieren, anstatt auf günstige Festpreisvereinbarungen zurückgreifen zu können.
Mac und iPad betroffen, iPhone bleibt stabil
Evercore warnte vor möglichen Absatzschwierigkeiten bei den betroffenen Geräten, da preissensitive Konsumenten zurückhaltender reagieren könnten. Das iPhone bleibt von den Preisanhebungen verschont, womit Apples wichtigstes Produktsegment geschützt wird. Im September steht die nächste wichtige Produktankündigung an, die als wichtiger Meilenstein für das Unternehmen gilt. Langfristig könnte die Halbleiter-Zusammenarbeit mit Intel als Gegengewicht zu den explodierenden Chipkosten fungieren.
Zusammenfassung
Die Analysten von Evercore ISI und Wedbush bewerten die Preiserhöhungen als notwendigen Margenschutz und behalten ihre jeweiligen Kursziele bei. Während Mac und iPad teurer werden, bleibt das iPhone vorerst verschont. Die langfristige Halbleiter-Partnerschaft mit Intel könnte als Gegengewicht zu den steigenden Chipkosten dienen.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.