Apple aktualisiert Kindersicherung mit Browser-Zustimmung und Inhaltsfilter

Apple hat am 8. Juni 2026 eine umfassende Erweiterung der Kindersicherheitsfunktionen vorgestellt. Die neuen Tools sollen Eltern dabei unterstützen, den digitalen Alltag ihrer Kinder besser zu steuern und altersgerechte Schutzmaßnahmen zu aktivieren. Die Funktionen umfassen einen Web-Filter für Safari, erweiterte Inhalte-Blockierung in der Kommunikation und eine überarbeitete Bildschirmzeit-App. Ab diesem Herbst werden die Neuerungen über Softwareupdates für iPhone, iPad und Mac bereitgestellt.
Browser-Zustimmung für Safari
Das neue Feature Ask to Browse erfordert von Kindern, dass sie um Erlaubnis fragen, bevor sie eine neue Webseite in Safari öffnen können. Die Funktion arbeitet plattformübergreifend und ist auf iPhone, iPad und Mac verfügbar. Eltern erhalten eine Benachrichtigung und können den Zugriff genehmigen oder ablehnen.
Neben dem Web-Filter lässt sich auch die Kommunikation mit neuen Kontakten regulieren. Eltern können festlegen, dass ihr Kind um Erlaubnis bitten muss, bevor es über Nachrichten, FaceTime oder Telefon mit einer unbekannten Person spricht. Dies schafft zusätzliche Sicherheit, ohne bestehende Kontakte einzuschränken.
Gewalt und Drastik werden blockiert
Die bestehende Kommunikationssicherheit blockiert für Nutzer unter 18 Jahren standardmäßig nackte Inhalte in Nachrichten und FaceTime-Anrufen. Mit der Erweiterung kommt nun die Erkennung und Blockierung drastischer oder gewalttätiger Inhalte hinzu. Betroffen sind geteilte Bilder und Videos in den betroffenen Apps.
Die on-device-Analyse läuft lokal auf dem Gerät ab und überträgt keine Inhalte an Server. Eltern müssen die Funktion nicht manuell aktivieren, sie ist ab Werk aktiviert und schützt Kinder automatisch vor potenziell traumatischen Inhalten in der digitalen Kommunikation.
Zeitlimits mit wissenschaftlicher Basis
Eltern können nun Zeitlimits pro App-Kategorie festlegen. Folgende Kategorien stehen zur Verfügung:
- Unterhaltung
- Spiele
- Soziale Netze
- Weitere Kategorien
Bei der Konfiguration erhalten Eltern wissenschaftlich fundierte Empfehlungen, die sich am Alter des Kindes orientieren. Zusätzlich lassen sich tägliche Zeitpläne einrichten, die bestimmen, welche Apps zu welchen Tageszeiten und Wochentagen genutzt werden dürfen. Dies hilft Kindern, in der Schule konzentriert zu bleiben und wichtige Alltagsroutinen einzuhalten.
Überarbeitete Bildschirmzeit
Die Bildschirmzeit-App zeigt Eltern künftig einen Überblick über die durchschnittliche Gerätenutzung und die meistgenutzten Apps ihrer Kinder. Mit einem Fingertipp lässt sich der Zugriff auf Apps und das Internet schnell anpassen, etwa während Mahlzeiten oder beim Spielen im Freien. Eltern können die Zugriffszeit bei Bedarf flexibel verlängern, wenn Kinder länger für eine Aufgabe brauchen.
Die Einrichtung eines Kinderaccounts wurde vereinfacht. Der Account ist für Kinder unter 13 Jahren verpflichtend und steht für Jugendliche bis 18 Jahre optional zur Verfügung. Beim Systemassistenten wählen Eltern, welche Apps ihr Kind nutzen darf: nur wichtige Apps, eine kuratierte Sammlung oder frei ausgewählte Titel. Die Kaufanfrage-Funktion gilt nun auch für kostenlose Apps aus dem App Store, nicht mehr nur für kostenpflichtige Downloads.
Zusammenfassung
Apple erweitert die Kindersicherung ab diesem Herbst um einen Web-Filter in Safari, die Blockierung drastischer Inhalte in der Kommunikation und wissenschaftlich fundierte Zeitlimits. Die überarbeitete Bildschirmzeit-App und die vereinfachte Kinderaccount-Einrichtung geben Eltern mehr Kontrolle. Die Funktionen sind plattformübergreifend für iPhone, iPad und Mac verfügbar.




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