Apple fährt Produktion für zahlreiche Geräte herunter

Das neue Jahr ist erst wenige Tage alt, doch die Probleme, welche die globalen Lieferketten 2022 teilweise hart getroffen haben, sind noch lange nicht vom Tisch. Im Gegenteil. In China, wo die Regierung seit dem Ausbruch des Coronavirus eine strikte Null-COVID-Politik fuhr, steigen die Fallzahlen in schwindelerregende Höhen. Damit kämpft das Land jetzt erneut mit Produktionsausfällen.
Doch so schlimm wie vergangenen Oktober, als Apples größter Auftragsfertiger Foxconn nahezu komplett unter Quarantäne stand, wird es wohl nicht werden: Die chinesische Regierung ist mittlerweile dazu übergegangen, die Pandemie einfach laufen zu lassen. Somit können die Angestellten in manchen Fällen auch mit einem positiven Test zur Arbeit gehen oder sie lassen sich für die Zeit der Quarantäne beurlauben.
Nachfrage geringer als erwartet
COVID-19 sollte für westliche Unternehmen, die ihre Geräte in China fertigen lassen, kein großes Problem mehr werden. Foxconn zahlt neuen Angestellten zum Beispiel eine Prämie von mehr als 2.000 Dollar, um dem Personalmangel entgegenzuwirken. Zudem wurden die Löhne bei anderen Unternehmen wie Pegatron drastisch erhöht. Dennoch hat Apple nun die Bremse gezogen und die bestellten Stückzahlen für das erste Quartal nach unten korrigiert.
Grund ist laut Nikkei Asia eine momentan geringe Nachfrage nach Tech-Produkten. Betroffen sind laut dem Blatt u. a. die Apple Watch, die AirPods und diverse MacBook-Modelle. „Apple hat im ersten Quartal niedrigere Bestellungen für fast alle Produktlinien aufgegeben, teilweise weil die Nachfrage nicht so stark ist.“, sagte ein Manager eines Apple-Zulieferers gegenüber Nikkei Asia.
Die geringere Nachfrage betrifft nicht nur Apple, sondern auch Samsung und zahlreiche chinesische Unternehmen. Der Markt müsse nach den Lieferengpässen der letzten Monate erst wieder in Schwung kommen. Spätestens ab März soll sich die Lage nach Einschätzung mehrerer Manager wieder normalisieren.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.