Apple plant die plattformübergreifende Einführung eines neuen Dateisystems
Die WWDC-Keynote war nach zwei Stunden vorüber, doch die Vorstellung neuer Softwarefunktionen ging anschließend während einer nichtöffentlichen Konferenz weiter. Ein Thema war beispielsweise die Programmierschnittstelle ReplayKit Streaming in iOS 10, über die wir gestern berichtet haben und die es auf iOS-Geräten ermöglicht, Livestreams direkt aus Apps heraus zu führen und dabei auch gleichzeitig die Frontkamera und das Mikrofon zu nutzen.
Eine andere Neuerung, die jedoch noch nicht Teil von iOS 10 ist, wird ein neues Dateisystem sein, welches Apple nächstes Jahr plattformübergreifend einführen will. Die Rede ist vom sogenannten APFS-Dateisystem, wobei die Abkürzung für Apple File System steht. Damit soll das derzeit noch aktuelle HFS+ bzw. das HFSX auf iOS-Geräten und der Apple Watch sowie dem Apple TV ersetzt werden.
Im Gegensatz zu dem fast 20 Jahre alten HFS+ ist APFS von Anfang an entwickelt worden, um von der Apple Watch über iOS-Geräte bis zum Mac Pro skalierbar zu sein. Das neue Dateisystem ist dabei für den Einsatz auf schnellen SSD-Festplatten optimiert, die unter APFS eine höhere Lebensdauer erreichen sollen, da TRIM-Operationen nur bei Bedarf ausgeführt werden. Die primäre Eigenschaft von APFS ist aber die Möglichkeit der nativen Verschlüsselung mit einem einzigen Schlüssel für die ganze Partition oder jeweils einem Schlüssel pro Datei.
Als 64Bit-Dateisystem ermöglicht es 9 Trillionen Dateien auf einer Festplatte und eine Zeitstempelgenauigkeit im Nanosekundenbereich. Daneben gibt es weitere Vorteile wie den Copy-on-Write-Prozess, der das Dateisystem sicherer gegenüber Abstürzen machen soll. Die erste vorläufige Testversion von APFS wird mit der Beta von macOS 10.12 ausgeliefert, jedoch ist diese zur Zeit in den Funktionen noch stark eingeschränkt.
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