Apple hat rund 30.000 Apps vom chinesischen App Store entfernt
Nach der Ankündigung folgt die Flut: im Wechsel der Monate hat der chinesische App Store rund 30.000 Apps verloren, die von den Richtlinien her nicht mehr in das Programm passten. Welche davon am meisten betroffen sind und warum, erfährt man hier.

In der Nacht genau zwischen Juli und August hat sich Apple wie bereits angekündigt rangemacht, mehrere Tausend Apps vom chinesischen App Store zu löschen. Dies sind keine arbiträren Entscheidungen, denn alle entfernten Apps stimmten nicht mehr mit den nationalen Richtlinien überein - das Unternehmen benachrichtigte die betroffenen App-Entwickler bereits Anfang Juli darüber, dass die Apps entfernt werden würden falls jene nicht im gegebenen Zeitrahmen unter den chinesischen Richtlinien passen würden. Unter den 30.000 Entfernungen, welche in nur 2 Stunden vollbracht wurden, befindet sich eine Mehrheit an Videospielen, welche am meisten von den Richtlinien kontrolliert werden - ganze 90% der Entfernungen machen hierbei Spiele aus. Dieser Bericht kommt vom Outlet Bloomberg, welcher Daten benutzt die vom Qimai Forschungsinstitut gestellt wurden. Woran das liegt, lässt sich aus den Richtlinien selbst ablesen.
Die chinesischen Vorschriften zum Publizieren von Videospielen im nationalen Markt gelten unter den strengsten für alle Arten von Apps. So können ausländische Entwickler nicht einfach wie in anderen Ländern die Spiele auf den Store schicken, da eine chinesische Lizenz nicht direkt für jene verfügbar ist. Stattdessen müssen jene Entwickler sich zunächst mit einem chinesischen Publisher auseinandersetzen, der dann das kostenpflichtige Spiel legal veröffentlichen kann - 'Änderungen des kreativen Gut' sind dabei fast unvermeidlich, ebenso die Monate an Wartezeit die Entwickler einplanen müssen bevor die Publizierung letztendlich stattfindet. Viele Entwickler können diesen komplexen Prozess umgehen, da jener nur für kostenpflichtige Spiele gilt und unter den rund 180.000 Spielen auf dem App Store nur 20.000 kostenpflichtig sind - für den Rest sind diese Regeln allerdings unvermeidlich, und Apple stellt sicher dass jene auch durchgesetzt werden.
Videospiele generell sind in China eine der kontroversesten Arten der verfügbaren Medien. Aufgrund der Komplexität im Gegensatz zu einem linearen Film oder Buch müssen jene genauer und länger unter die Lupe genommen werden um nicht insgeheim gegen Richtlinien zu verstoßen. Daher existiert die Notwendigkeit von lokalen Unternehmen wie Tencent (Diablo Immortal) oder ByteDance (TikTok) für die Lokalisierung, die mit einer Partnerschaft dafür sorgen dass das Spiel 'marktgerecht' gestaltet wird.
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