Apple ist nun eine Billion US-Dollar weniger wert - trotz gestiegenem Smartphone-Marktanteil
Das Jahr 2022 geht auch an Apple nicht spurlos vorbei. Der Marktwert des Unternehmens ist um eine Billion US-Dollar gesunken. Trotzdem dürfen sich die Verantwortlichen über einen gestiegenen Marktanteil im Premium-Segment der Smartphones freuen.

Nachdem das Unternehmen im August 2018 mit einem Börsenwert von einer Billion Dollar den ersten Meilenstein erreicht hatte, folgte nur zwei Jahre später mit zwei Billionen Dollar die nächste Rekordmarke. Anfang des Jahres notierte der Aktienmarkt für Apple sogar einen Wert von drei Billionen US-Dollar. In der Folge ging es jedoch bergab, sodass Apple zum Abschluss des Jahres 2022 "nur" noch 2 Billionen Dollar wert ist.
Zwar konnte Apple auch in den vergangenen 12 Monaten regelmäßig Rekordzahlen auf den Quartalskonferenzen verkünden, für eine positive Entwicklung auf dem Börsenmarkt haben die guten Nachrichten jedoch nicht gereicht. Hier entscheidet viel mehr der Blick in die Zukunft - und der lässt auch für Apple nichts Gutes erahnen.
Experten rechnen nicht damit, dass sich die Situation in der ersten Jahreshälfte 2023 spürbar verbessern wird. Aufgrund der anhaltend schwierigen Liefersituation wird eher noch eine Verschlechterung des IST-Zustands erwartet.
Durchwachsenes Wirtschaftsjahr 2022
Nach zwei vollen Jahren Corona-Pandemie hatte die Welt Anfang 2022 noch vorsichtig optimistisch auf das bevorstehende Jahr geblickt. Die Folgen des anhaltenden Ukraine-Krieges zeigten jedoch schnell, dass auch in diesem Jahr mit Kostensteigerungen in sämtlichen Branchen zu rechnen sein wird.
Sowohl Apple als auch sämtliche Zulieferer mussten gestiegene Kosten an den jeweils Folgenden in der Lieferkette weitergeben, sodass neue Produkte seit Monaten mit einem teilweise massiven Preisaufschlag versehen wurden. Die Konsumbereitschaft sank infolgedessen auf ein Minimum.
Anhaltende Produktionsausfälle in China, verursacht durch massenhafte Lockdowns und Mitarbeiteraufstände, verschärften die Situation so sehr, dass das beliebte iPhone 14 Pro (Max) mit einer mehrwöchigen Lieferzeit versehen werden musste.
Inzwischen bemüht sich Cupertino um die Verlagerung bestimmter Produktionsstätten, um die Abhängigkeit von einzelnen Fertigungsorten zu verringern und zukünftig besser auf unvorhersehbare Störungen reagieren zu können. In den kommenden Jahren wird Apple seine Produkte daher verstärkt in Vietnam und Indien fertigen lassen.
iPhone: Marktanteil wächst im dritten Quartal deutlich
Doch neben den eher düsteren Aussichten auf das kommende Jahr, gibt es für 2022 durchaus auch positive Meldungen zu verzeichnen. Das Portal Counterpoint Research hat sich mit den aktuellen Smartphone-Verkäufen im Premium-Segement auseinandergesetzt und diese mit den Zahlen des Vorjahreszeitraums verglichen.
Zwar ist das Gesamtvolumen an verkauften Smartphones im Vergleich zum letzten Jahr um drei Prozent gesunken, allerdings konnte Apple mit seinem wichtigsten Produkt - dem iPhone - erneut überzeugen. Cupertino konnte seinen Marktanteil um stolze fünf Prozent erhöhen und erreicht nun einen Wert von 42 Prozent.
Dahinter rangiert Samsung mit einem fast gleichbleibenden Marktanteil von 18,3 Prozent. Während die Hersteller Oppo und Vivo an Boden verlieren (-2,1 und -3,5 Prozent), gelang es dem chinesischen Unternehmen Xiaomi seinen Anteil am Ganzen um etwa 0,6 Prozent zu erhöhen (8,3 Prozent).
Analysten haben erkannt, dass die Nachfrage nach Smartphones aus dem Premium-Segment trotz der allgemeinen Wirtschaftslage ungebrochen hoch ist. Hiervon profitierten vor allem Hersteller von 5G-Smartphones und Modellen mit Pro-Funktionen. Ob die Ergebnisse für das Weihnachtsquartal ähnlich gut ausfallen, bleibt jedoch abzuwarten.
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