Apple lässt sich AR-Brille & AR-Windschutzscheibe patentieren
Apple hat sich wieder neue Technik als Patent eintragen lassen die für autonome Fahrzeuge angedacht ist: Der Konzern aus Cupertino sicherte sich beim Europäischen Patentamt die Patentrechte für eine AR-Brille und eine Windschutzscheibe mit AR-Technologie.
Erst im April gab es wieder Meldungen über Apple's Arbeiten an einer AR-Brille die vor dem Auge Daten auf zwei Sichtfeldern mit jeweils 8k Auflösung darstellt. Die Brille ist aktuell noch mit einer spezielle Empfängerbox gekoppelt auf der die Berechnung der Daten mit einem Prozessor der „leistungsfähiger ist als alles, was derzeit verfügbar ist"stattfindet. Apple will allerdings die Daten-Berechnung im fertigen Produkt ohne Basisstation ausführen lassen und den Prozessor direkt in der Brille verbauen, schließlich soll man die Brille unabhängig von anderer Hardware benutzen können.
Bei der AR-Windschutzscheibe handelt es sich um ein weiteres Patent das auf Augmented Reality setzt und in Apple's autonomen Fahrzeugen zum Einsatz kommen soll. Es ist unter dem Namen "Project Titan" bekannt und geriet erst vor kurzem in die Schlagzeilen als sich der Apple-Ingenieur Xialong Zhang mit gestohlenen Firmengeheimnissen nach China absetzen wollte.
AR-Windschutzscheibe mit FaceTime-Anrufen von Auto zu Auto
Die Idee ein eigenes autonomes Fahrzeug zu entwickeln hat Apple vorerst auf Eis gelegt. Stattdessen bedient sich der iPhone-Hersteller bei Lexus und Volkswagen um die hauseigene Sensortechnik im Alltag zu testen. Für alles was das selbstständige Fahren betrifft nutzt Apple ausschließlich RX450h SUVs von Lexus die mit einer ganzen Reihe von Sensortechnik ausgestattet werden. Der Patentmeldung zur AR-Windschutzscheibe kann man Details zu den Sensoren entnehmen: So sind u.a. normale Kameras, Infrarot-, Nahinfrarot-, Lichtstrahlabtast- und Audiosensorvorrichtungen verbaut. Auch ein Radar, Ultraschall, eine Tiefenkamera und natürlich GPS kommen zum Einsatz.
Die von den externen Sensoren erfassten Daten sollen dann auf der AR-Windschutzscheibe eingeblendet werden. Die Kameras können zum Beispiel Straßenschilder erkennen und auf der Frontscheibe zeigen. Sogar die visuelle Darstellung des eigenen Fahrzeugs als 3D-Modell in einer virtuellen Umgebung ist möglich - andere Fahrzeuge, Fußgänger oder Hindernisse wie Baustellen könnte das System ähnlich wie ein Computerspiel auf der Frontscheibe zeigen und auch die toten Winkel ausleuchten.
Die AR-Windschutzscheibe soll zuerst in einigen VW T6 Multivan getestet werden. Nach langen Verhandlungen mit VW, Mercedes und BMW hat sich Apple für Fahrzeuge aus Wolfsburg entschieden. T6-Modelle mit AR-Technik im Inneren und den externen Sensoren sollen zu Testzwecken als autonome Shuttles für die Mitarbeiter im Apple Park eingesetzt werden.
In autonomen Fahrzeugen könnte nicht nur die Frontscheibe über AR-Technologie verfügen: auch die Seitenfenster würden sich für die neue Technik anbieten. Während sich das Fahrzeug selbstständig durch den Verkehr zum Zielort bewegt wäre es möglich für die Insassen ein Unterhaltungsprogramm wie Musik, Filme oder Surfen im Internet anzubieten. Der Patentanmeldung kann man entnehmen dass Apple sich darüber schon Gedanken gemacht hat, FaceTime-Anrufe zwischen Fahrzeugen die mit der Apple-Technik ausgestattet sind ließen sich so auf den Scheiben darstellen.
Zudem soll das System im Innern über ähnliche Sensoren verfügen wie sie für die Erkennung der Umgebung außen eingesetzt werden. Via Infrarot und Kameras wird die kognitive Belastung und das Stressniveau der Mitfahrer erfasst, ausgewertet und die Darstellung auf der AR-Windschutzscheibe den Gegebenheiten angepasst.
AR-Brille die auch für Gamer interessant ist
Das Patent zur AR-Brille von Apple beschreibt eine Technologie die Eye-Tracking mit einem Foveated-Display kombiniert. Bei letzterem handelt es sich um eine Anzeige die sich eine Einsenkung der Netzhaut im Auge zu Nutze macht und so einiges an Rechenleistung und Datenübertragungsrate einsparen kann. So werden durch das Eye-Tracking erfasste Objekte im Mittelpunkt bis zu acht Mal schärfer dargestellt als in den Nebenbereichen.
Die AR-Brille dient allerdings lediglich als Anzeigegerät. Die Berechnung der Daten übernimmt im Moment ein externer Computer und schickt diese drahtlos an die Brille. Bei dem Computer soll es sich um eine kleine Box handeln die mit einem speziellen Chip arbeitet der in 5nm-Bauweise hergestellt wurde. Aktuell ist Apple dabei den Chip direkt in die AR-Brille zu integrieren. Der Chip der in Apple's AR-Brille zum Einsatz kommt soll vor Rechenpower nur so strotzen und die schnellste mobile CPU sein die jemals in einem Endgerät verbaut wurde.
In der Patentschrift wird explizit erwähnt dass sich die Brille auch optimal für Spieler eignen soll. Zum einen kann man sie mit einem Mac oder MacBook koppeln und sie so als Monitor-Ersatz nutzen, zum anderen sind auch Spiele angedacht die nur auf dem AR-Brillensystem laufen.
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