Apple Pay: Großbritannien akzeptiert Apples Bezahldienst & Ausweitung von EMV Express Transit mit iOS 12.3
Zu Apples Bezahldienst gibt es Neuigkeiten: Apple Pay könnte mit dem Erscheinen von iOS 12.3 das Bezahlen von Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel noch einfacher machen, da der Ticketverkauf via EMV Express Transit wahrscheinlich ausgeweitet wird. Zudem akzeptiert die Regierung von Großbritannien ab sofort Apple-Pay-Zahlungen.

Technisch ist es mit dem iPhone zusammen mit Apple Pay schon lange möglich, Fahrkarten für öffentliche Verkehrsmittel zu kaufen. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand: Die lästige Suche nach einem Fahrkartenautomaten entfällt. Auch muss man das notwendige Bargeld nicht mit sich führen und das Ticket kann nicht verloren gehen.
Aktuell steht der Ticketkauf für öffentliche Verkehrsmittel mit Apple Pay zum Beispiel in Japan zur Verfügung. Seit 2016 kann man dort über das lokale Suica-Fahrkartensystem mit seinem iPhone für die Fahrt bezahlen. Das westliche Pendant zu Suica nennt sich EMV Express Transit und könnte mit dem Release von iOS 12.3 für US-Bürger freigeschaltet werden, die dann ihre Karten bequem mit dem iPhone bezahlen können. In Japan benötigt man für das Bezahlen in U-Bahn oder Bus mindestens ein iPhone 7 oder eine Apple Watch Series 2. Wahlweise ist noch ein aktiver Account bei Suica notwendig, da man sonst jede Zahlung per Face ID, Touch ID oder mit der Eingabe eines Codes bestätigen muss.
Erste Hinweise auf die Unterstützung von EMV Express Transit liefert die Redaktion von Tap Down Under. Dort hat man sich den Code der aktuellen iOS-12.3-Beta genauer angeschaut und entsprechende Einträge entdeckt. Ob der Support für EMV Express Transit direkt mit iOS 12.3 freigeschaltet oder erst zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt wird, ist noch nicht bekannt.
Britische Regierung unterstützt Zahlungen mit Apple Pay
Für gewisse Dienstleistungen und Services der britischen Regierung kann man ab sofort auf der Webseite ebenfalls mit Apple Pay bezahlen. Seit knapp drei Jahren kann dort bereits über die Bank- oder Kreditkarte abgerechnet werden. Neben Apple Pay wird jetzt auch Googles Bezahldienst Google Pay akzeptiert.
Im Moment funktioniert das Bezahlen via Apple Pay lediglich für die vier Dienste "Global Entry Service", "Registered Traveller Service", "Electronic Visa Waiver Service" und den "Disclosure und Barring Service". Wie der zuständige Produktmanager Till Wirth gegenüber dem Fernsehsender ITV mitteilte, werden im Lauf des Jahres weitere Dienste für die Zahlung mit Apple Pay freigeschaltet.
Mit der britischen Regierung pflegt Apple ein besonderes Verhältnis: Mitte April wurde bekannt, dass der iPhone-Hersteller für die Regierung Großbritanniens als ersten "Drittanbieter" im Rahmen des Brexits den NFC-Chip des iPhones für die "Brexit-App" freigibt.
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