Apple präsentiert Quartalszahlen: 124 Milliarden Dollar Umsatz
Im Rahmen einer Telefonkonferenz hat Apple die erneut äußerst erfolgreichen Quartalszahlen bekanntgegeben. Im Anschluss an die Präsentation wurden teils interessante Fragen der Presse beantwortet.

Neben der Veröffentlichung von einer Reihe neuer Betas hat Apple am Donnerstag im Rahmen einer Telefonkonferenz Informationen zum vergangenen Quartal preisgegeben. Dabei handelt es sich um die Finanzergebnisse des ersten Quartals 2022, das am 25. Dezember 2021 endete.
Apple berichtet über einen Rekordumsatz in Höhe von 123,95 Milliarden US-Dollar und einer Steigerung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11 Prozent. Tim Cook und Maestri informierten im Anschluss an das Zahlenwerk außerdem über weitere interessante Themen.
Erneut Rekordwerte
Auch wenn die Bezeichnung durchaus zu Irritationen führen kann, so beginnt bei Apple der Abrechnungszeitraum für gewöhnlich mit dem kalendarisch letzten Quartal eines Jahres. Das erste Quartal endete somit am 25. Dezember und ist aufgrund des darin befindlichen Weihnachtsgeschäfts traditionell ein sehr erfolgreiches Quartal.
Außerdem startet der Verkauf der aktuelle iPhone-Generation im genannten Zeitraum. Daher überrascht es nur wenig, dass Apple erneut über einen Rekordumsatz berichten konnte. Im Oktober, November und Dezember erwirtschaftete das Unternehmen einen Umsatz in Höhe von 123,95 Milliarden Dollar. Als reiner Gewinn blieb dem Unternehmen eine Summe in Höhe von sagenhaften 34,6 Milliarden Dollar.
Mit diesen Rekordwerten hat Cupertino mal wieder alle Erwartungen der Wall Street übertroffen. Im Vergleich zum Vorjahr konnte Apple erneut ein enormes Wachstum verzeichnen. Der Umsatz stieg von 111,4 Milliarden Dollar um circa 11 Prozent.
Die Zahlen der Sparten im Überblick
Apple hat wie auf vorangegangen Pressekonferenzen erneut auf die Bekanntgabe verkaufter Stückzahlen in den jeweiligen Sparten verzichtet, sondern beschränkt sich lediglich auf die einzelnen Teilumsätze:
- Mac: 10,8 Milliarden Dollar (Vorjahr 8,675 Milliarden Dollar)
- iPhone: 71,6 Milliarden Dollar (Vorjahr 65,6 Milliarden Dollar)
- iPad: 7,24 Milliarden Dollar (Vorjahr 8,435 Milliarden Dollar)
- Services: 19,5 Milliarden Dollar (Vorjahr 15,761 Milliarden Dollar)
- Andere Produkte: 14,7 Milliarden Dollar (Vorjahr 12,971 Milliarden Dollar)
Die Dienstesparte konnte erneut überzeugen und hat sich in der Zwischenzeit eigenen Aussagen zufolge zum zweitwichtigsten Sektor entwickelt. Nur das iPad verkaufte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum schlechter, was damit zusammenhängen dürfte, dass ein Gros der Hardwarebedarfe im Bereich des Homeschooling und Homeoffice inzwischen befriedigt sind.
Geografisch gesehen ist die Entwicklung nur in Japan rückläufig gewesen, in allen anderen Regionen konnte Apple Zuwächse verzeichnen.
Wachstum trotz anhaltender Marktprobleme
Im ersten Coronajahr konnte Apple den teilweise eingebrochenen Lieferketten noch trotzen, sodass der Endverbraucher kaum etwas von der angespannten Lage auf dem Komponentenmarkt mitbekam. Mittlerweile spürt jedoch auch Apple die Auswirkungen, was sich nach wie vor teilweise katastrophal auf die Lieferzeiten bestimmter Produkte auswirkt.
Umso stolzer zeigt sich die Unternehmensführung, dass den Aktionären aktuell erneut positive Zahlen vorgelegt werden konnten. Die Dividende verharrt stabil bei 22 Cent pro Aktie und wird den Aktieninhabern am 10. Februar ausgezahlt.
Weitere Aussagen im Rahmen der Konferenz
Neben dem reinen Zahlenwerk gaben Cook und Maestri weitere interessante Informationen zur Geschäftsentwicklung und kommenden Diensten und Produkten. Die wichtigsten Aussagen im Überblick:
- Apple hat eine Nutzerbasis von 1,8 Milliarden Geräten
- Auswirkungen der Lieferschwierigkeiten im letzten Quartal stärker als zuvor
- M1-Macs sorgen für Rekordumsätze in der Sparte
- Geschäft mit den Retail Stores läuft so gut wie nie zuvor
- 2021 war das Jahr mit den meisten Einnahmen im App Store
- Insgesamt hat Apple bereits 270 Milliarden Dollar an Entwickler ausgezahlt
- Marge liegt bei allen Produkten bei 38,4 Prozent, im Service-Bereich bei 72,4 Prozent
- Apple verzeichnet insgesamt 785 Millionen Abos (inklusive Abos über den App Store)
- Apple verfügt über 203 Milliarden Dollar liquide Mittel bei 123 Milliarden Dollar Schulden
- Dienstebereich hatte zur Coronazeit Hochkonjunktur und wird zukünftig langsamer wachsen
- Apple erwartet Entspannung der Liefersituation
- 6 von 10 Mac-Käufer greifen das erste Mal zu einem Mac
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