Apple Sprecherin versichert weiterhin, dass Bedürfnisse von sorgetragenden Mitarbeitern gedeckt werden
Die Arbeiterschicht von Silicon Valley leidet, wie viele andere, unter dem Stress der Pandemie und der Work-Life-Balance - Apple will trotzdem weiterhin alles geben, um den eigenen Arbeitern zu helfen.

Von dem Ausbruch der Pandemie sind nicht nur Apples Verkaufszahlen und Produktionsketten betroffen, denn die Richtlinien der Quarantäne reichen auch weit bis in die Geschäfte und die interne Struktur des Unternehmens selbst rein. Mit der temporären Schließung aller Apple Stores bis mindestens Anfang Mai, als eine der vielen Maßnahmen gegen die weitere Verbreitung des Virus, existiert viel Angst bei Mitarbeitern ohne Absicherung des Jobs - und vor allem bei jenen die Sorge für ein Kind oder eine erkrankte Person leisten müssen. Zu diesem Thema hatte Senior Vice President of Retail + People Deirdre O'Brien bereits eine Erklärung in einer Mitarbeiter-Notiz abgegeben, welche die Unsicherheit über die Zukunft ein wenig lindern sollte. In eigenen Worten liegt "Apples Fokus dabei, [die Mitarbeiter] zu unterstützen [...] ob es die Unterstützung eines kranken Nahestehenden ist, ob es das Sorgen für ein Kind ist. [...] Ziel ist es sicher zu stellen, dass jeder die Flexibilität, die Unterstützung und die Ressourcen besitzt um gesund im Körper und Geiste zu bleiben."
Auf diesen Punkt der Flexibilität wird nun in einem neuen Bericht von CNET weiter eingegangen. In diesem Bericht geht der San Francisco-basierte Tech-Nachrichtendienst speziell auf die Auswirkungen des Coronavirus in Silicon Valley ein, und beschreibt hierbei die jobtechnischen Opfer die die Pandemie mit sich gebracht hat - und ebenfalls auf die fast 20-fache Erhöhung der Nutzung von Zoom als Alternative zum Meeting beim Arbeitsplatz. Sowohl Kindertagesstätten als auch Schulen haben hier über den gesamten Staat gesehen geschlossen, und selbst Bewohner von Altersheimen werden zu ihren Familien geschickt um Infektionen vorzubeugen. Dies bedeutet alles mehr Belastung für Eltern, welche sich so neben ihren Jobs um gleich zwei Generationen an Sorgebedürftigen kümmern müssen - und hierbei ist vorausgesetzt, dass jene selbst kerngesund sind. Das hohe Einkommen der Arbeiter von Silicon Valley hat so seinen Zoll in dem immensen Stress, der jene nun mehr denn je befällt.
Wie viel Unterstützung erhalten Mitarbeiter wirklich?
Um diesen Druck wenigstens etwas mildern zu können, bietet Apple den eigenen Arbeitern weiterhin so viel Unterstützung wie möglich an. Kommunikation zwischen Managern und den Mitarbeitern wird so nicht nur empfohlen, sondern initiativ gefördert, damit auf die individuellen Bedürfnisse der Eltern und Sorgetragenden eingegangen werden kann. Apple Sprecherin Kristin Huguet bestätigt dies in einem Interview mit CNET noch einmal, und betont: "Keine Deadline ist zu wichtig, und keine Priorität ist dringender als uns um unsere Geliebten zu kümmern. Unser Ziel ist es flexibel, zusammenhaltend und entgegenkommend für alle Eltern und Pflegekräfte in unserem Unternehmen zu sein. Dies sind fordernde Zeiten für alle - besonders Eltern - und wir möchten alles in unserer Macht stehende tun, um jedem Mitglied in unserer Apple Familie beiseite zu stehen."
Trotzdem scheint nicht alles so perfekt zu verlaufen, wie es den Anschein hat. Mehrere Arbeiter von Apple und Uber haben CNET gegenüber gebeichtet, dass sie sich überfordert und gestresst fühlen, da ihre Arbeit nicht fair mit Mitarbeitern verglichen wird, die nicht unter den extra Forderungen von Kind oder Sorgebedürftigen Zuhause arbeiten müssen. Jedoch scheint Apple hierbei immer noch eine der kleinsten Problemfälle darzustellen, da bei Firmen wie LinkedIn laut internen Mitarbeitern eine Arbeitsethik fordern, die das Sorgen für Familien überhaupt nicht vorsieht.
Vor einer Woche hat Apple CEO Tim Cook ebenfalls ein Firmen-weites, virtuelles Meeting einberufen, um die Zukunft der Apple Stores und der zugehörigen Arbeiter weiter zu detaillieren. Hier zeigte sich Cook optimistisch, vor allem in Hinsicht auf die bisherigen finanziellen Schwachpunkte die Apple schon überqueren musste - allerdings beichtete er ebenfalls dass Apple "nicht nicht betroffen sein wird" und ein Datum für die Wiedereröffnung der Apple Stores außerhalb von Großchina immer noch im Raum steht.
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