Apple schickt Touch ID in die Rente - So funktioniert Face ID
Für den Scanvorgang projeziert die TrueDepth Kamera ein Raster aus über 30.000 Lichtpunkten auf das Gesicht des Nutzers und erstellt so ein biometrisches Bild. Um zu verhindern dass das System durch Fotos entsperrt werden kann gibt es einen zusätzlichen Tiefensensor. Auch engagierte Apple Maskenbildner aus Hollywood um das Entsperren mit einem 3D-Objekt wie z. B. einer Maske zu verhindern. Die Infrarotkamera scannt den User sogar bei Nacht. Das erfasste Bild wird an einen sicheren Bereich im Apple A11 Chip, der sogenannten "Secure Enclave" zur Auswertung geschickt. Dies ist ein wichtiger Punkt, denn laut Apple bleiben alle gescannten Userbilder auf dem Gerät, es findet kein Upload in die Cloud oder auf Apple-Server statt. Gibt der A11 Bionic Prozessor grünes Licht wird das iPhone entsperrt. Das alles passiert natürlich im Bruchteil einer Sekunde. Wichtig: Der Nutzer muss zum Entsperren direkt in die Kamera schauen und die Augen müssen geöffnet sein. Der neue A11 Bionic Chip ist sogar in der Lage, verändertes Aussehen eines Nutzers z. B. durch eine Brille, eine andere Frisur oder einen Bart zu erkennen. Dabei liegt die Wahrscheinlichkeit dass eine andere Person das eigene iPhone mit ihrem Gesicht entsperrt bei 1:1.000.000; bei Touch ID lag die statistische Quote bei 1:50.000.
Doch die neue Technik ruft auch Datenschützer auf den Plan. Wurde mit Touch ID lediglich der Fingerabdruck gescannt ist es jetzt das komplette Gesicht, das bei jedem Scanvorgang biometrisch erfasst und abgeglichen wird. Desweiteren muss z. B. die Infrarotkamera nicht separat aktiviert werden, was bedeutete dass diese konstant angeschalten ist und so - auch nachts - stets die Umgebung abfotografieren könnte. Das bringt zwar den Vorteil, dass die Displaybeleuchtung nicht mehr ausgeht solange man auf das Handy schaut - nicht jeder Nutzer wird sich aber mit dem Gedanken anfreunden können dass die Frontkamera ständig aktiv ist.
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