Apple veröffentlicht iOS 16.6.1 und macOS 13.5.2: Kritische Sicherheitslücke geschlossen
Kurz vor dem Wochenende und der darauffolgenden iPhone-Keynote hat Apple nochmal neue Softwareaktualisierungen für macOS, iOS und watchOS bereitgestellt. Die neuen Versionen macOS 13.5.2, iOS 16.6.1 und watchOS 9.6.2 stehen ab sofort zum Download bereit und schließen eine kritische Sicherheitslücke in ImageIO.

Es dauert nicht mehr lange, bis die Softwareaktualisierungen iOS 17 und macOS 14 Sonoma auf den Endgeräten erscheinen. Wahrscheinlich werden iOS 17 und iPadOS 17 bereits in der übernächsten Woche freigegeben, während bei macOS 14 ein Veröffentlichungstermin im Oktober immer wahrscheinlicher wird.
Im Zuge des bevorstehenden iPhone-Events dürfte Apple zumindest mit Blick auf die Erstgenannten sämtliche Spekulationen beenden, denn traditionell verrät das Unternehmen an diesem Tag, wann mit dem Release der neuen Betriebssystemversionen zu rechnen ist. In diesem Jahr dürfte iOS 17 vermutlich am 19. September erscheinen, also drei Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart des iPhone 15.
Auch wenn der Zeitpunkt bereits zum Greifen nah ist, widmete sich Cupertino am gestrigen Abend nochmal dem aktuellen Softwarezyklus und spendierte sowohl iOS als auch macOS und watchOS ein neues Update.
Spy-Software Pegasus konnte Lücke in ImageIO nutzen
Dass es sich bei den nun vorliegenden Aktualisierungen um keine Funktionsupdates handelt, dürfte angesichts des Veröffentlichungszeitpunktes und der fehlenden Testphase keine Überraschung sein. Stattdessen widmet sich Apple einigen Schwachstellen im System, welche mit den neuesten Aktualisierungen versiegelt werden.
Während die in den Systemeinstellungen hinterlegten Updatebeschreibungen mal wieder wenig Aussagekraft besitzen, lassen sich aus den Sicherheitsinformationen deutlich mehr Rückschlüsse ziehen.
Eine bisher vorhandene iOS-Sicherheitslücke in ImageIO gewährte der bekannten Spyware Pegasus Zugriff auf die Systeme, ohne dass auf dem betroffenen Gerät etwas angeklickt werden musste. Das Citizen Lab der Uni Toronto half Apple beim Aufspüren und Schließen der Lücke.
Die von der NSO Group vertriebene Software Pegasus wird offiziell lediglich an Staatsregierungen verkauft, mit dem Ziel, Terrorismus und Schwerkriminalität zu bekämpfen. Tatsächlich wird die Spyware jedoch in vielen Fällen auf den Geräten unliebsamer Oppositioneller, Regierungskritiker und Journalisten eingeschleust, weswegen der Einsatz von Pegasus weltweit von Menschenrechtsorganisationen scharf kritisiert wird.
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