Apple vs. Epic: Fortnite sorgte bei Apple für 100 Millionen Dollar Umsatz
Wir erinnern uns - der Prozess zwischen Apple und Epic Games befindet sich im vollem Gange. Nun wurde bekannt, dass Apple durch das Spiel Fortnite 100 Millionen Dollar Umsatz erzielt hat.

Die interessantesten Informationen bekommen wir nicht durch Apple selbst, denn dafür gibt sich das kalifornische Unternehmen seit jeher viel zu wortkarg und zurückhaltend. Viel mehr sind es solche Prozesse, die den Ottonormalverbraucher an Informationen teilhaben lassen, die dem Durchschnittsbürger ansonsten eher verwehrt bleiben. Schon die unzähligen internen E-Mails, die im Vorfeld des Prozessauftaktes öffentlich gemacht wurden, boten den ein oder anderen interessanten Einblick.
Auch aktuell gibt es wieder eine Menge interessanter Aussagen aus dem Zeugenstand zu vernehmen. Nachdem bereits die ersten hochrangigen Apple-Manager ihre Aussage tätigen durften, war nun auch der Software-Chef Craig Federighi an der Reihe. Ab morgen folgt ihm dann der oberste Chef von Apple, Tim Cook, auf den Verhörstuhl.
Michael Schmid, verantwortlich für den Bereich "Geschäftsentwicklung für Spiele im App Store" erklärte zuletzt, Apple hätte mit dem Spiel Fortnite aufgrund der 30-Prozent-Provision, die Entwickler an das Unternehmen abtreten müssen, über 100 Millionen Dollar Umsatz generiert. Gleichzeitig investierte Apple circa eine Million Dollar ins Marketing von Fortnite - unter dem Strich ein gutes Geschäft.
Seitdem Epic Games alternative Bezahlmethoden integrierte und Apple das Spiel daraufhin aus dem Store warf, ist der nette Geldregen jedoch vorüber. Das amerikanische Unternehmen SensorTower geht mitunter sogar davon aus, dass Fortnite-Nutzer 1,2 Milliarden Dollar für In-App-Käufe im App-Store ausgegeben haben. Angesichts der bis dahin gezahlten Provisionen in Höhe von 30 Prozent, hätte Apple demnach sogar über 350 Millionen Dollar an Fortnite verdient. Die Zahlen sind jedoch nicht bestätigt.
Federighi sieht deutliche Klassenunterschiede zwischen iOS und macOS
Wie bereits erwähnt, wurde Craig Federighi ebenfalls durch die Richterin Yvonne Gonzalez Rogers befragt. Auf die Frage warum auf macOS weitere App-Stores unterstützt werden und auf iOS nicht, antwortete Federighi mit einem Vergleich der beiden Betriebssysteme, bei dem er iOS deutlich hervorhob.
Seiner Ansicht nach gibt es auf den Macs ein "Ausmaß an Malware" was Apple "nicht akzeptabel finde". Im Gegensatz dazu hätte iOS in der Zwischenzeit vorgemacht, wie es gehen sollte. Der Kundenschutz genieße auf iOS höchste Priorität. Sichergestellt werde dies mit allen nötigen Sicherheitsmechanismen, die eine entsprechende Finanzierung bedingen. Apple wolle unbedingt verhindern, dass sich auf iOS das Malware-Problem genauso ausbreitet, wie bei Android.
Um das zu gewährleisten, halte Apple nach wie vor an seinem System fest und verteidigt dieses.
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