Apple vs. Epic - jetzt mischt auch Facebook mit
Der Streit zwischen Apple und dem Spieleentwickler Epic Games (Fortnite) schwelt nun schon seit einigen Monaten. In weniger als einen Monat soll es in Australien zur Verhandlung kommen, an denen auch namenhaften Führungspersönlichkeiten der beiden Streithähne aussagen sollen.
In der Zwischenzeit wird Facebook unfreiwilliger Nebendarsteller in der Auseinandersetzung.

Zum Hintergrund: Zwischen Epic und Apple bestehen seit Langem Differenzen in Hinsicht auf den App Store, welcher in den Augen der Spieleentwickler ein unzulässiges Monopol darstellt. Jegliche Transaktionen laufen bei Apple über den hauseigenen Bezahldienst Apple Pay (inklusive anteiliger Gebühr für Apple). Die Auseinandersetzung fand zuletzt seinen Höhepunkt, als Epic bei der aktuellsten Fortnite-Ausgabe eine alternative Zahlvariante einbaute, um dadurch die Gebührenabgabe an Apple (analog an Google über den Play Store) zu umgehen . Als Reaktion darauf entfernte Apple das Spiel aus dem App Store - Epic ging den Klageweg.
Nachdem bekannt wurde, dass Vivek Sharma (Kopf der Facebook Gaming Abteilung) im Namen von Epic aussagen soll, reichte Apple ein Schreiben bei Gericht ein, in dem der Konzern von Facebook zahlreiche Dokumente im Zusammenhang mit Sharma fordert.
Apple verspricht sich durch die Dokumente weitere Belege, die die Argumentation der Kalifornier im Streit gegen Epic Games unterstützen sollen. Das Unternehmen von Mark Zuckerberg stellt sich jedoch quer und verweist auf die bereits zur Verfügung gestellten 1600 Dokumente, wovon sich 200 auf Vivek Sharma beziehen sollen.
Facebook argumentiert, dass Apple nach Zugang der Klage ausreichend Zeit gehabt hätte, die entsprechenden Dokumente einzufordern. Da Apple die Frist jedoch verstreichen ließ, sieht Facebook keinerlei Anlass dazu, weitere Dokumente zur Verfügung zu stellen.
Wie die Auseinandersetzung zwischen den beiden Giganten ausgehen wird, ist offen. Epic Games musste zuletzt eine gerichtliche Niederlage in Großbritannien schlucken, was den Konzern allerdings nicht davon abbrachte, Kartellbeschwerde gegen Apple einzureichen. Epic scheint also noch einen langen Atem in der Angelegenheit zu haben.
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