Apple weist Monopolvorwürfe entschieden zurück
Apple sah sich in der Vergangenheit stärker werdenden Vorwürfen einer angeblichen Monopolstellung in Bezug auf den AppStore ausgesetzt. In einer kürzlich stattgefundenen Anhörung gegenüber der australischen Verbraucherschutzbehörde wies Apple diese Vorwürfe nun entschieden zurück.

Wieder mal beschäftigen sich Politik und Gerichte mit der Frage, ob sich Apple mit seinem App Store in einer Monopolstellung befindet oder nicht. Während die Gegner von Apple dies ganz klar bejahen und mit Fakten untermauern wollen, wehrt sich Apple mit einer besonderen Art der Argumentation.
Die Untersuchungen wurden durch die Australian Competition & Consumer Commission (ACCC) geführt. Diese behördliche Institution ähnelt in seiner Funktion dem deutschen Verbraucherschutz und soll den Kunden vor unlauteren Geschäftspraktikten der Unternehmen schützen. Die ACCC schätzt den App Store als unzulässiges Monopol ein, da Apple die alleinige Entscheidungskraft darüber innehat, wer in seinem App Store Apps anbieten darf. Außerdem bestehe Apple nach wie auf die Funktion der In-App-Käufe, an dessen Erlösen Apple prozentual beteiligt ist.
Apple hält dagegen und fordert künftigen Heimvorteil ein
App-Entwickler sind nicht an den App Store gebunden und können durchaus Apps auf iOS bereitstellen, entgegnet Apple. Voraussetzung dafür ist, dass die Entwickler ihre Anwendung in Form einer Web-App anbieten. Die Progressive Web Applications (PWAs) stellen tatsächlich eine Alternative zu den im App Store angebotenen nativen Apps dar. PWAs werden mittels Websprachen wie HTML5 gebaut und werden auch von großen Konzernen wie Amazon verwendet. Allerdings haben Web-Apps gegenüber nativer iOS-Anwendungen Einbußen in Sachen Funktionsumfang.
Apple geht in seiner Begründung noch weiter und verweist auf die überwiegenden Marktanteile von Android. In fast allen Ländern dieser Welt nimmt Apple die Rolle des Underdogs ein. In Deutschland besitzt Android zum Beispiel einen zuletzt gemessenen Marktanteil in Höhe von 75 Prozent während es Apple auf gerade mal 25 Prozent schafft.
Zum Ende der Anhörung stand der Versuch von Apple künftige Prozesse gegen den App Store am Gericht des Unternehmenssitzes in Kalifornien zu führen. Apple verspricht sich dadurch einen Heimvorteil. Ob der gewünschte Heimvorteil tatsächlich eintreten wird, ist angesichts vergangener Prozesse in Kalifornien, die zum Nachteil von Apple geführt wurden, allerdings nicht garantiert.
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