Apple will bis spätestens 2021 iPads & MacBooks mit Mini-LED vorstellen
Nachdem bekannt wurde, dass Apple aller Voraussicht nach schon nächstes Jahr auf LCD-Displays bei iPhones verzichten möchte, deutet sich die nächste Neuerung im Bildschirm-Sektor an: Wie der Analyst Ming-Chi Kuo schreibt, plant Apple angeblich den Einsatz von Mini-LED im iPad und MacBook.

Schon im nächsten Jahr könnte das LCD-iPhone ausgedient haben, da Apple laut Einschätzungen von mehreren Analysten und Marktexperten die Top-Modelle komplett auf OLED-Displays umstellen möchte. Vor wenigen Monaten machten auch Gerüchte die Runde, dass der Konzern künftig den Einsatz von microLEDs auf der Agenda hat.
Vom Apple-Experten Ming-Chi Kuo kommt jetzt eine weitere Prognose, was sich Apple in Sachen Display in Zukunft vorstellt. Im aktuellen Bericht an Investoren von TFI Securities (via MacRumors) sagt Kuo voraus, dass Apple in kommenden iPads und MacBooks Mini-LEDs verbauen könnte. Mini-LEDs vereinen die Vorzüge von OLED-Bildschirmen und LCDs, sind aber momentan noch recht teuer in der Herstellung. Deshalb könnte die neue Technologie vorerst nur in den Pro-Modellen Verwendung finden.
Mini-LEDs sind weniger als 200 Mikrometer groß. Das macht es möglich, deutlich mehr Leuchtdioden zu verbauen, als es bisher der Fall ist. Das Pro Display XDR beherbergt beispielsweise 576 LEDs. Neue iPads oder MacBooks könnten dank der kleineren Bauweise jeweils mehr als 10000 Dioden enthalten. Da man diese wie herkömmliche LEDs auch einzeln ansteuern kann, wäre so zum Beispiel echtes Schwarz möglich, da nicht benötigte Elemente einfach ausgeschaltet bleiben. Zudem decken Mini-LED einen großen Farbraum ab, sie bieten höheren Kontrast und sind gegen den Einbrenneffekt immun. Entsprechende Panels würde Apple dann von LG Display beziehen, was die Abhängigkeit von Samsung weiter zurückfährt.
Kuo geht davon aus, dass Apple die ersten iPads mit Mini-LED zwischen dem vierten Quartal 2020 und dem ersten Quartal 2021 auf den Markt bringt. Mit einem entsprechenden MacBook rechnet der Experte bis spätestens zum zweiten Quartal 2021.
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