iOS 9: Apple wird wegen langsamen iPhone 4s verklagt
Apple sieht sich immer wieder Klagen ausgesetzt, die dabei oft von früheren Kunden kommen. Derzeit laufen in den USA zwei Sammelklagen gegen das Unternehmen, die sich um einen erhöhten Verbrauch des mobilen Datenvolumens drehen. Apple habe die Problematik gekannt darüber aber nicht aufgeklärt, wodurch den Klägern hohe Kosten entstanden sein sollen.
Nun ist in den USA ein weiterer Prozess gegen Apple dazugekommen, wie Macrumors berichtet. Diesmal dreht es sich nicht um erhöhten Datenverbrauch durch Apples Smartphones, sondern um das Betriebssystem iOS 9 und die Geschwindigkeit auf älteren iPhones. Konkret geht es dabei um das iPhone 4s, welches nach einem Update sehr langsam geworden sein soll.
Apple wird daher vorgeworfen, nicht darüber aufgeklärt zu haben oder sogar das Gegenteil auf der Infoseite von iOS 9 zu behaupten, indem dort von einer schnelleren Performance die Rede ist. Das wiederum sei mit Absicht geschehen, um Nutzer älterer iPhones zum Kauf neuerer Modelle gewissermaßen zu zwingen. So kommt es zumindest den Klägern vor und es wird bei der Sammelklage ein Schadensersatz in Höhe von 5 Millionen US-Dollar gefordert.
Sie argumentieren dabei, dass Apple dazu das ganze App-Ökosystem ausnutze, sodass Nutzer älterer iPhones dann eigentlich nur die Wahl haben ein sehr langsames Smartphone weiter zu verwenden oder aber ein neues iPhone zu kaufen. Ein Umstieg auf eine andere Plattform wie Android komme dabei für die meisten wegen des zusätzlichen Aufwandes nicht in Betracht.
Mit einer ganz ähnlichen Klage sah sich Apple schon 2011 konfrontiert. Damals ging es um das iPhone 3G und iOS 4. Apple gewann damals den Prozess, da der zuständige Richter nicht der Meinung war, dass Apple unlauteren Wettbewerb und irreführende Werbung betreibt. Einen ähnlichen Ausgang könnte auch diese Sammelklage nehmen.
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