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Apple-Zulieferer Corning: Wäre das iPhone nur einen Millimeter dicker, könnte es nahezu unzerbrechlich werden

Neben dem Bildschirm verfügen die iPhones der letzten Generationen auch über eine Rückseite aus Glas. Zum Tag der offenen Tür lud Apple-Zulieferer Corning dazu ein, das neue Gorilla Glass 6 auf seine Bruchfestigkeit zu testen - und verspricht nahezu unzerbrechliche Displays.
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AppTickerTeam
30.05.20193 Min. Lesezeit
Apple-Zulieferer Corning: Wäre das iPhone nur einen Millimeter dicker, könnte es nahezu unzerbrechlich werden
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Corning entwickelt in den USA Glas und Keramik für wissenschaftliche Anwendungen und die Industrie. Das bekannteste Produkt des Herstellers ist das Gorilla Glass, das als Abdeckung für Touchscreens in mittlerweile mehr als sechs Milliarden verkaufter Smartphones zum Einsatz kommt. Schon das erste iPhone aus 2007 wurde mit dem robusten Spezialglas geschützt.

Zum Tag der offenen Tür hat der bei Corning Verantwortliche für Marketing Dave Young Journalisten, darunter auch Angestellte von Cult of Mac, dazu eingeladen, das neue Gorilla Glass 6 auf seine Zerbrechlichkeit zu untersuchen. Die Reporter erhielten verschiedene Werkzeuge aus Metall und drei verschiedene Varianten von Glas: normales Fensterglas, verstärktes Glas und Gorilla Glass 6.

Bruchtest & Falltest

Wie es nicht anders zu erwarten war, brach das herkömmliche Glas sofort. Die verstärkten Varianten hielten schon etwas mehr aus, Gorilla Glass 6 erwies sich jedoch als unverwüstlich und zeigte nach den Tests nicht einmal Kratzer auf der Oberfläche.

Wenn das Glas der neuesten Smartphones nur ein bisschen dicker wäre, wäre es nahezu unzerbrechlich." (Dave Young)

Young führte an, dass ein Smartphone mit Gorilla Glass 6 nahezu unzerbrechlich wäre. Dies demonstrierte er mit Falltests, bei welchen die drei Glastypen aus ein und zwei Metern Höhe auf den Boden stürzten. Während beim normalen Glas schon nach einem Meter Schluss war, überstand das Testgerät mit Gorilla Glass 6 den Fall aus zwei Metern ohne Schäden oder Kratzer - und das mehrmals hintereinander. Laut Young würde bei Stürzen eher die Elektronik im Inneren Schaden nehmen als das Glas.

Allerdings hat Gorilla Glass 6 einen Nachteil: Um nahezu unverwüstliche Smartphones zu ermöglichen, müssten die Geräte einen Millimeter dicker sein als bisher. Das Glas aktueller Handys ist 0,4 bis 0,55 Millimeter dick. Möchte man ein Smartphone mit Gorilla Glass 6 schützen, müsste man vorne und hinten jeweils 0,5 Millimeter addieren. Das iPhone XS wäre dann zum Beispiel 8,7 statt 7,7 Millimeter dick.

Bedruckbares Glas

Im Rahmen der Veranstaltung zeigte Young darüber hinaus, wie weit die Entwicklung von bedruckbarem Glas fortgeschritten ist. Bei Corning hat man eine Tinte entwickelt, die sich in Tintenstrahldruckern einsetzen lässt und die es möglich macht, in speziellen Druckern Glas wie Papier zu bedrucken.

Zu bestaunen gab es bedrucktes Glas in der Optik von Holz, Schlangenleder, Kohlefaser, Marmor und anderen Materialien, die sich tatsächlich auch so anfühlten wie das Original. Mit der von Corning entwickelten Technik könnte man sogar Fotos auf die Gehäuserückseite eines Smartphones drucken.

Ob Gorilla Glass 6 schon bei der kommenden iPhone-Generation zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten. Young sagte am Ende nur: „Wir gehören zum Kreis der von Apple zugelassenen Zulieferer".

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