Beeindruckende Rechenleistung: Vom M4 gibt es die ersten Benchmarks
Apple hat vergangene Woche tatsächlich den M4-Prozessor vorgestellt. Im Netz wurden jetzt die ersten Benchmark-Ergebnisse des neuen Chips veröffentlicht, die dem neuesten Zuwachs der „Apple Silicon“-Familie sehr gute Werte bescheinigen.

Seit der Einführung des allerersten „Apple Silicon“-Prozessors im Jahr 2020 hat Apple jedes Jahr eine neue Chip-Generation auf den Markt gebracht. Bisher war es immer so, dass ein neuer M-Prozessor immer zusammen mit einem neuen Mac präsentiert wurde. Von diesem Schema ist Apple letzten Dienstag während der Keynote „Lass dich frei“ zum ersten Mal abgewichen.
Der brandneue M4 feiert sein Debüt nämlich im iPad Pro M4 und wird erst später in diesem Jahr für den Mac verfügbar sein. Wer sich für die Leistung des M4 interessiert, wird bei Geekbench fündig. In der Datenbank des Cross-Plattform-Benchmarktools finden sich bereits mehrere Dutzend Ergebnisse für das „iPad16,6“, bei dem es sich laut The Apple Wiki um das 13 Zoll iPad Pro M4 WiFi & Cellular handelt.
Mit einem Kern sogar schneller als der M3 Max
Obwohl Apple jedes Jahr eine neue Generation seiner M-Chips ins Rennen schickt, zeigen die Benchmarktools in Sachen Leistung eine konstante Weiterentwicklung. Erreichte der M1 mit Geekbench und einem Kern noch mehr als 2.350 Punkte, waren es beim M2 schon knapp 2.600 und beim M3 3.087 Punkte.
Die Datenbank von Geekbench listet den Single-Core-Wert des M4 mit 3.856 Zählern. Damit ist die vierte Generation von Apples M-Chip mit einem Kern sogar schneller als der M3 Max.
Sehr gute Multi-Core-Ergebnisse
Auch beim Test mit allen Kernen schlägt sich der M4 mehr als gut. Das beste Ergebnis der bisher veröffentlichten Benchmarks unter Geekbench 6 liegt bei 14.810 Punkten. Damit rangiert die Basis-Variante des M4 etwas über dem Niveau des M2 Max und nur gut 450 Punkte unter dem M3 Pro. Der reguläre M3 schafft mit allen Rechenkernen 11.702 Punkte. Von den knapp 50 der bisher zugänglichen Benchmark-Ergebnisse ist nur eines dabei, bei dem der M4 im Test mit allen Kernen die 14.000-Punkte-Marke unterschreitet.
Der im Vergleich zu seinen Vorgängern deutlich bessere Multi-Core-Wert ist den zwei zusätzlichen Kernen geschuldet. Entscheidet man sich für das iPad Pro mit mindestens 1 TB Speicherplatz, erhält man einen M4 mit zehn Kernen. Doch auch der um einen Kern beschnittene M4, der bei den Varianten mit 256 und 512 GB zum Einsatz kommt, dürfte sich vom Basis-M3 deutlich absetzen.
Wie sich der M4-Neunkerner schlägt, erfahren wir allerdings erst, wenn in dieser Woche die ersten Geräte bei den Vorbestellern eintreffen. Die bei Geekbench aufgeführten iPad Pro M4 verfügen allesamt über zehn Kerne.
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