Beste Map-App der Welt: Apple entwickelt seine Karten-App neu
Eddy Cue ist Senior Vice President bei Apple und verantwortlich für die Onlinedienste des iPhone-Herstellers. In einem Interview ließ er nun verlautbaren, dass Maps die beste Map-App der Welt werden soll.

Mit der Veröffentlichung von Maps vor sechs Jahren hatte sich Apple nicht gerade mit Ruhm bekleckert: Zum Ärger vieler Kunden enthielt das Kartenmaterial viele fehlerhafte und veraltete Daten. Straßen und Gebäude wurden nicht korrekt angezeigt und sogar die Freiheitsstatue war nur als plumper Schatten zu erkennen. In manchen Städten fehlte teilweise die komplette Infrastruktur, in der Altstadt von Göttingen zum Beispiel wurde die Fußgängerzone nicht dargestellt. Apple-CEO Tim Cook hatte sich im September 2012 für die Fehler öffentlich entschuldigt und verwies bis zur Behebung der Probleme auf die Dienste von Google oder Nokia.
Sein Kartenmaterial sowie die Informationen über die Points of Interest bezieht Apple bis dato vom niederländischen Hersteller TomTom der eigentlich für seine Qualität und die Präzision der Daten bekannt ist. Am Quellmaterial konnte man den schlechten Start von Maps nicht festmachen. Im Lauf der letzten Jahre hat Apple massiv an der Karten-App gearbeitet und u.a. einen Button in der App platziert, über welchen Kunden Fehler melden konnten.
Eigenes Kartenmaterial & bessere Navigation für Fußgänger
Apple hat nun offiziell bekanntgegeben dass Maps von Grund auf überarbeitet wird. In Zukunft möchte man nicht mehr auf die Karten von Drittanbietern zurückgreifen sondern eigene Daten verwenden. Apple's Senior Vice President Eddy Cue sprach in einem Interview mit TechCrunch sogar davon, Maps zur besten Map der Welt zu machen.
Um auf die Daten von Drittanbietern verzichten zu können benötigt man natürlich eigene. Diese werden schon seit Jahren von einer eigenen Flotte von Kamera-Fahrzeugen erfasst. Gescannt werden dabei nicht nur Straßen oder Fußgängerwege - Maps soll z.B. auch Geschwindigkeitslimits und Straßenschilder anzeigen. Man wird mit dem neuen Maps dann auch erkennen wo sich bei Gebäuden der Eingang befindet. Außerdem werden Fußgängerwege durch Parks oder in Grünanlagen noch detaillierter dargestellt.
Bei der Nutzung von Maps zeichnet Apple dann den Verkehrsfluss und temporäre Verkehrsbedingungen wie Baustellen auf. Diese Daten sollen jedoch streng anonymisiert übertragen werden, ohne dass Rückschlüsse auf den Nutzer möglich sind.
Erste Eindrücke von der neuen Maps-App erhält man laut Cue mit der nächsten Beta von iOS 12. Diese soll in den nächsten zwei Wochen erscheinen und die überarbeitete Version der Karten-App beinhalten. Zum Start mit der iOS 12-Beta wird Maps lediglich den Großraum San Francisco in der neuen Version präsentieren. Mit der Keynote im Herbst soll ganz Kalifornien folgen, der Rest der Vereinigten Staaten wird im Jahr 2019 aktualisiert.






Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.