Betrugsskandal: Foxconn-Manager verkauften fehlerhafte iPhones auf eigene Rechnung
Mehr als drei Jahre liefen beim Apple-Zulieferer Foxconn illegale Verkäufe von iPhones, die aus fehlerhaften Bauteilen zusammengebaut wurden. Laut einem Bericht der Taiwan News waren in den Vorfall mehrere Manager von Foxconn und ein taiwanischer Geschäftsmann verwickelt, der die Geräte dann in den Handel brachte.

Wenn man ein iPhone nicht direkt bei Apple kauft, geht man eigentlich davon aus, dass es sich trotzdem um ein originales Gerät handelt, das alle Qualitätstests durchlaufen hat. Wie der taiwanische Elektronikhersteller Foxconn im vergangenen Monat bekannt gab, ist dies in den letzten Jahren allerdings nicht immer der Fall gewesen.
Ohne das Apple davon wusste, haben sich mehrere Manager bei Foxconn zusammengeschlossen und zusammen mit einem taiwanischen Geschäftsmann aus Bauteilen, die aufgrund mangelnder Qualität ausgemustert werden sollten, iPhones produzieren lassen und diese dann verkauft. Wie Mirrormedia meldet, wurden in den letzten drei Jahren mehr als 300.000 Baugruppen und Einzelteile regelrecht aus dem Müll gefischt.
Aufgeflogen ist der Handel mit Ausschussbauteilen, weil sich der namentlich nicht genannte Geschäftsmann mit den Foxconn-Managern zerstritten hatte. Dieser wandte sich dann via E-Mail direkt an Tim Cook. Apple antwortete, dass man ein derartiges Geschäftsgebaren unter keinen Umständen toleriert. Der Whistleblower wurde dann zu einem persönlichen Gespräch eingeladen, um den Vorfall zu schildern.
Der Verkauf der iPhones, die aus den defekten Bauteilen hergestellt wurden, war für die Beteiligten ein lukratives Geschäft: Die Geräte generierten einen Verkaufserlös von mehr als 43 Millionen Dollar.

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