MacBooks zukünftig made in Vietnam? Apple plant Verlagerung der Produktionsstätten in 2023
Die letzten Monate haben gezeigt, dass China nicht immer als verlässlicher Handelspartner angesehen werden kann. Aufgrund anhaltender Produktionsausfälle gilt es als offenes Geheimnis, dass Apple die Verlagerung bestimmter Fertigungsstätten beabsichtigt.

China ist für Apple einer der wichtigsten Handelspartner, da ein Großteil der Produkte des kalifornischen Unternehmens im Reich der Mitte produziert werden. Der Zenit der erfolgreichen Zusammenarbeit scheint nun erreicht, wie die vergangenen Monate eindrucksvoll zeigen.
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie kommt es in China aufgrund der unverändert restriktiven Gesundheitspolitik immer wieder zu wochenlangen Produktionsausfällen.
Gleichzeitig drängen sich andere Niedriglohnländer auf, sodass viele namhafte Unternehmen gewillt sind, ihre Produktionsstätten zu verlegen. Wie es nun aussieht, scheint sich Apple immer mehr mit dem asiatischen Land Vietnam anzunähern. Das iPhone 14 wird zudem inzwischen schon in Indien fertiggestellt.
Produktionsverteilung auf mehrere Länder
Das Blatt Nikkei Asia führt in einem aktuellen Bericht über die derzeitige Entwicklung der Produktionsverlagerung aus. Demnach sei man dem Ziel, Notebooks in Vietnam zu produzieren, ein ganzes Stück näher gekommen. Dabei werden mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen zitiert, die davon berichten, dass Foxconn im Mai 2023 die ersten MacBooks am neuen Standort zusammensetzt.
Apples Auftragsfertiger erhielt im Januar vergangenen Jahres die Genehmigung zur Errichtung einer neuen Fabrik im Norden Vietnams. Auftragsvolumen: 270 Millionen US-Dollar.
Am neuen Standort sollen zukünftig rund acht Millionen Notebooks und Tablets jährlich produziert werden, mit dem obersten Ziel, die Abhängigkeit von China weiter zu verringern. Neben MacBooks und iPads sollen in Vietnam außerdem auch Apple Watches gefertigt werden.
Der gesamte Verlagerungsprozess nach Vietnam habe aufgrund der komplexen Lieferketten viel Zeit in Anspruch genommen, so Nikkei Asia. Sobald die Produktion von MacBooks erfolgreich angelaufen ist, könnte schon bald der HomePod ebenfalls im asiatischen Küstenstaat gefertigt werden.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.