Browser-Charts: Chrome weiter vorne, Safari mit Verlusten am Marktanteil
Die aktuellen Nutzerzahlen zeigen ein deutliches Bild: Chrome liegt unverändert mit Abstand vorne. Hinter dem Zweitplatzierten Safari kommen jedoch zwei andere Browser dichter.

Die Zeiten, in denen Microsoft mit seinem Internet Explorer die Web-Welt dominierte, sind schon lange vorbei. Damals konnte der Internet Explorer sowohl auf Windows-PCs als auch auf Macs Marktanteile von bis zu 95 Prozent auf sich vereinnahmen. Mit der Geburtsstunde des Firefox-Browser endete die Überlegenheit des Internet Browsers jedoch schlagartig. Im Jahr 2010 brachte es der in die Tage gekommene Browser schon nur noch auf 50 Prozent Marktanteil.
Der später vorgestellte Google Chrome Browser gab dem Internet Explorer schließlich den letzten Stoß - sogar so sehr, dass selbst der Nachfolger vom Internet Explorer (Microsoft Edge) noch nicht so richtig Fuß fassen konnte. Aktuelle Zahlen bestätigen diese Entwicklung.
Google Chrome uneinholbar vorne
Die Liste der meistgenutzten Browser wird mit einem Anteil von 64,5 Prozent ganz klar von Google Chrome angeführt. Im Vergleich zum Vorjahr ist dieser Anteil jedoch um 2,5 Prozent gesunken. Auf dem zweiten Platz folgt bereits der appleeigene Browser Safari. Allerdings kommt Safari auf lediglich 9,8 Prozent und somit 55 Prozent weniger als der Erstplatzierte. Auch Safaris Anteil sank im Vergleich zu vorherigen Monaten um 0,6 Prozent.
Da sowohl der Drittplatzierte (Edge 9,5 Prozent, +1,7 Prozent) als auch der Vierte (Firefox 9,2 Prozent, +1,1 Prozent) im Vergleich zu Safari an Abstand gutmachen konnten, könnte es demnächst schon zu einer Ablösung von Apples Safari durch einen der beiden Genannten kommen. Opera liegt mit 3 Prozent (vorher 2,6 Prozent) auf dem fünften Rang, genauso viel wie alle anderen übrigen Browser ebenfalls auf sich vereinen können.
Anhaltende Kritik an Safari
Über die Gründe von Safaris wenig zufriedenstellender Entwicklung lässt sich nur spekulieren. Einerseits musste der Browser in den vergangenen Monaten häufig negative Berichterstattung aushalten. So führte das im Sommer 2021 angekündigte Redesign zu einer Menge Kritik, weshalb Apple am Ende vom Großteil der Pläne Abstand nahm und die Anpassungen aussetzte.
Andererseits wird dem Safari-Browser immer wieder vorgeworfen, sich in die gleiche Richtung wie der Internet Explorer zu entwickeln. Im Mittelpunkt der Kritik stehen dabei vor allem die fehlende Standard-Umsetzung und zu lange Release-Zyklen. Ob die genannten Punkte jedoch tatsächlich dafür ausschlaggebend sind, dass Nutzer zu anderen Browsern abwandern, ist fraglich.
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