Das kostet die Apple Vision Pro in der Herstellung
Seit Anfang des Monats ist die Apple Vision Pro in den USA zu einem Preis von 3.499 Dollar erhältlich. Auf wie viele Dollar sich die Herstellungskosten belaufen, haben nun die Marktforscher von Omdia herausgefunden.

Foto-Credits: Apple
Lässt man die eine oder andere Konfiguration des Mac außen vor, gehört die Apple Vision Pro zu den teuersten Produkten, die man im Store des iPhone-Herstellers derzeit kaufen kann. Gut, derzeit nur in den USA, aber irgendwann, wahrscheinlich Ende des Jahres, kommt das Mixed-Reality-Headset mit dem angebissenen Apfel auch zu uns.
In den Vereinigten Staaten müssen Käufer in der Basis-Konfiguration ohne spezielles Zubehör wie die optischen Einsätze von ZEISS knapp 3.500 Dollar bezahlen. Da es sich bei der Vision Pro um eine für Apple neue Produktkategorie handelt, ist es interessant, was man in Cupertino an Materialkosten für die Brille bezahlen muss.
Teuerste Komponente: Das Display
Genau das haben die Marktforscher von Omdia nun getan und die Kosten der Einzelteile der Apple Vision Pro in Erfahrung gebracht (via CNBC). Das teuerste Bauteil des Apple-Headsets ist der Bildschirm, der bei der Vision Pro aus Micro-OLED besteht.
Im Vergleich zu einem herkömmlichen OLED ist die Anzahl der Pixel die Trumpfkarte des Micro-OLED. Während beispielsweise das iPhone 15 gute 460 Pixel per Zoll bietet, sind es bei der Vision Pro 3.386. Anders gesagt: in ein iPhone-Pixel passen 54 Pixel der Vision Pro. Der Preis für die hohe Pixeldichte: 228 US-Dollar pro Auge oder 456 Dollar gesamt.
Die Prozessoren sichern sich den zweiten Platz
Der Hauptprozessor rangiert auf der Liste der teuersten Komponenten auf dem zweiten Platz. Die Vision Pro wird von einem herkömmlichen M2-Chip angetrieben. Der M2 übernimmt den Großteil der Berechnungen und die Darstellung des Bildes auf dem Micro-OLED, bekommt aber Unterstützung von einem Co-Prozessor.
Bei diesem handelt es sich um den brandneuen R1-Chip, der speziell für die Vision Pro entwickelt wurde. Der R1 kümmert sich um die Auswertung aller Daten, die mit den integrierten Sensoren erfasst werden und koordiniert die Video-Feeds.
Herstellungskosten liegen bei 1.542 Dollar
Neben den Displays und den Prozessoren besteht die Vision Pro aus zahlreichen weiteren Komponenten. Für die gesamte Stückliste gibt Omdia einen Preis von 1.542 Dollar an. Das sind aber nur die Kosten, die Apple für die Fertigung bzw. den Einkauf der Bauteile bezahlt. Betrachtet man das Gesamtbild, kommt noch eine Vielzahl an weiteren Kosten hinzu.
Da wäre zum Beispiel der Punkt, dass in die Entwicklung der Apple Vision Pro laut CNBC mehr als 5.000 Patente eingeflossen sind. Außerdem erwartet man in Cupertino für die erste Generation der Brille keine hohen Stückzahlen; von bis zu 400.000 Einheiten ist da die Rede. Zu den Kosten für Forschung und Entwicklung gesellen sich noch die Ausgaben für den Vertrieb, das Marketing, Löhne sowie Verpackung und Montage.







Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.