Donald Trump erwägt Ausweitung der China-Strafzölle auf iPhones & weitere Apple-Produkte
Im Handelsstreit mit China laufen seitens der USA seit über einem Jahr Strafzölle gegen China. Die Trump-Administration hat ein Paket aus Waren geschnürt, deren Import in die Vereinigten Staaten mit einem Aufpreis von aktuell zehn Prozent besteuert wird. Der Gesamtwert des Warenpakets für das die Strafzölle erhoben werden, beträgt 200 Milliarden US-Dollar.
Dabei handelt es sich schon um die zweite Phase des Handelsstreits. Jetzt steht ein Treffen zwischen Trump und dem chinesischen Staatspräsidenten Xi Jinping an. Da der amerikanische Präsident nicht an eine Einigung mit China glaubt, hat er jetzt den Start der dritten Phase in den Raum gestellt, bei der so gut wie alle China-Importe von den Strafzöllen betroffen sind.
Bisher wurden viele Apple-Produkte wie die Apple Watch und die drahtlosen Kopfhörer Air Pods sowie alle iPhone-Modelle von den hohen Strafzöllen ausgenommen. Zwar waren sie zuerst Teil der Regierungs-Liste für Produkte, die extra besteuert werden sollen, wurden allerdings von Trump wieder entfernt. Aktuell zahlt Apple für in China hergestellte Produkte so gut wie keine Strafzölle.
Wie das Wall Street Journal berichtet, erwägt die US-Regierung jetzt eine Erhöhung der Strafzölle von zehn auf 25 Prozent. Bezugnehmend auf iPhones und Macs sagte Trump, dass diese bei Phase 3 nicht mehr ausgenommen werden würden. Smartphones und Tablets, die bisher verschont wurden, könnten zuerst mit zehn, später mit den vollen 25 Prozent zusätzlich besteuert werden. Dazu äußerte sich Trump wie folgt: „Ich meine, ich kann Smartphones und Tablets zehn Prozent verteuern, und die Leute würden damit sehr gut umgehen können."
Ob es letztendlich dazu kommt, dass Apple die Strafzölle auch bezahlen muss oder ob der Konzern die zusätzlichen Kosten abwenden kann, ist fraglich. Letztendlich will Trump damit erreichen, dass große Firmen wie Apple ihre Produkte wieder zuhause fertigen lassen und die heimische Wirtschaft ankurbeln. Zumindest bei Apple ist dies alleine schon durch die komplexen Lieferketten der chinesischen Zulieferer nahezu unmöglich.
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