Sonstiges · iOS 10

Entschädigung für Kunden: Apple soll wegen Drosselung von iPhones auch in Europa zur Kasse gebeten werden

Die Drosselung von iPhones, die Apple mit iOS 10.2.1 eingeführt hat, könnte für den Konzern noch teurer werden, als bekannt. Die Vereinigung für Verbraucherschutz "Euroconsumers" fordert den iPhone-Hersteller auf, auch europäischen Kunden eine Entschädigung zu zahlen.

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AppTickerTeam
06.07.20202 Min. Lesezeit
Entschädigung für Kunden: Apple soll wegen Drosselung von iPhones auch in Europa zur Kasse gebeten werden
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Anfang März erklärte sich Apple dazu bereit, seinen Kunden in den USA eine Entschädigung für die iPhone-Drosselung zu bezahlen, die mit iOS 10.2.1 auf sieben verschiedenen iPhones aktiviert wurde. Ein paar Wochen davor gab es bereits ein Gerichtsurteil der Pariser Staatsanwaltschaft, wo Apple zu einer Strafzahlung in Höhe von 25 Millionen Euro verpflichtet wurde. Der Grund: geplante Obsoleszenz.

Mit iOS 10.2.1 hat Apple nämlich ein neues Akku-Management eingeführt. Bei iPhones, deren Batterie stark abgenutzt war, wurde die Leistung durch iOS stark gedrosselt. Dis geschah laut einer Erklärung des Konzerns, um einem eventuellen Datenverlust vorzubeugen. Da Apple nicht ausreichend über die iPhone-Drosselung informierte, hatten viele Kunden das Gefühl, ihr Smartphone sei zu alt für den alltäglichen Gebrauch geworden und ersetzten das vermeintlich zu langsame iPhone durch ein neues Gerät.

Euroconsumers verlangt 60 Euro pro Kunde

Bezug nehmend auf den Prozess in den Vereinigten Staaten haben nun die Verbraucherschützer von Euroconsumers Apple nun dazu aufgefordert, auch betroffene Kunden in Europa zu entschädigen. In einem auf der Webseite der Organisation veröffentlichten Brief ist die Rede von 60 Euro für jeden Besitzer eines jeden iPhones, das die Prozessorleistung bei zu schwachem Akku drosselt.

Die Drosselung kam bei folgenden iPhones zum Einsatz:

  • iPhone 6
  • iPhone 6 Plus
  • iPhone 6s
  • iPhone 6s Plus
  • iPhone 7
  • iPhone 7 Plus
  • iPhone SE

Euroconsumers setzt dabei eine Frist von 14 Tagen, in der Apple reagieren solle. Lässt man in Cupertino das Zeitfenster verstreichen, behält man sich weitere rechtliche Schritte vor.

iOS schon lange mit erweiterten Optionen

Nachdem Ende 2017 die Problematik mit der iPhone-Drosselung bekannt wurde, hat Apple einen Schalter in iOS integriert, mit welchem man sein Gerät auch bei stark abgenutztem Akku weiterhin mit Höchstleistung betreiben kann.

Die entsprechende Option findet man in den Einstellungen unter "Batterie" und "Batteriezustand". Die "Maximale Kapazität" zeigt die Gesundheit des Akkus an. Unterschreitet diese einen gewissen Wert, erscheint dort ein Button, mit dem man die Leistungsdrosselung deaktivieren kann.

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