Erfolgreiche Berufung: Apple muss vorerst keine alternative Bezahlmethoden akzeptieren

Nachdem die Berichterstattung über den Gerichtsprozess zwischen Apple und Epic Games in den späten Sommermonaten deutlich abgenommen hat und sich das zuständige Gericht bis zur Urteilsverkündung zurückzog, überschlagen sich mittlerweile die Ereignisse rund um den Rechtsstreit wieder deutlich.
Zuerst urteilte das Gericht rund um die Vorsitzende Richterin Yvonne Gonzalez Rogers, dass Apple zwar kein Monopol innehat aber dennoch zukünftig alternative Bezahlmethoden im App Store dulden müsse, da der Zwang zur Nutzung vorgegebener Systeme wettbewerbswidriges Verhalten darstelle. Als Galgenfrist wurde der 9. Dezember, also 90 Tage nach Urteilsverkündung, bestimmt.
In einem ersten, eher halbherzigen begründetem Berufungsverfahren, bat Apple um Fristverlängerung, um die Sicherheitssysteme auf die Änderungen entsprechend anzupassen. Da Rogers aus dem Antrag des iPhone-Herstellers jedoch keine neuen Erkenntnisse gewinnen konnte, die eine Fristverlängerung rechtfertigen würden, schmetterte sie den Antrag ab und bestätigte ihre ursprüngliche Entscheidung.
Erfolg bei nächsthöherer Instanz
Nach der Entscheidung Rogers legte Apple erneut Berufung ein, diesmal jedoch bei der nächsthöheren Instanz. Diese gewährte Apple nun kurz vor Verstreichen der Frist einen Aufschub. Somit muss Apple ab heute noch keine alternativen Bezahlsysteme außerhalb des App Stores akzeptieren. Die Entscheidung gilt vorläufig bis zur Berufungsverhandlung.
Wann die Verhandlung stattfinden wird, ist bisher nicht bekannt. Zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten ist theoretisch alles möglich. Bis dahin kann Apple weiterhin wie gewohnt von den Umsatzbeteiligungen, der sogenannten Apple Tax, profitieren. Vor allem das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft wollte Apple nicht kampflos aufgeben.
Bezahldienstleister stehen bereit
Während Apple einen weiteren kleinen Sieg verbuchen konnte, gucken Bezahldienstleister in die Röhre. Eben jene haben sich bereits in Stellung gebracht, um einfache Möglichkeiten zur Zahlungsabwicklung bereitzustellen - zu deutlich geringeren Konditionen, als die von Apple veranschlagten 30 bzw. 15 Prozent. Bis zur Entscheidung des Berufungsgerichtes müssen sich Drittanbieter jedoch weiter gedulden.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apple.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.