Erstes OLED MacBook verspätet sich weiter, Markteinführung nicht vor 2027
Apple benötigt wohl noch etwas länger als geplant für die Entwicklung des ersten MacBook mit einem OLED. Display-Zulieferer Samsung liefert die Panels seiner brandneuen Fabrik deshalb erst an Dell und HP.

Foto-Credits: Apple
Beim iPhone ist das OLED keine große Sache mehr. Schon seit dem iPhone X aus dem Jahr 2017 werden alle neuen Apple-Smartphones bis auf die Geräte der SE-Baureihe mit Displays aus organischen Leuchtdioden ausgestattet. Ein OLED liefert einen nahezu perfekten Schwarzwert und verbraucht zudem weniger Energie.
In den nächsten Wochen dürften wir das erste iPad mit einem OLED zu sehen bekommen. Apple wird im Frühjahr die Pro-Linie aktualisieren und die OLED-Technologie bei seinen Tablets einführen. Die zugehörigen Panels sind um einiges größer als jene, die im iPhone zum Einsatz kommen und damit teurer – können mittlerweile aber zu einem vernünftigen Preis hergestellt werden.
OLED der „Generation 8.6“
Schlagen wir den Bogen zurück zum MacBook. Das Apple-Notebook soll nach dem iPad mit einem OLED versorgt werden. Im Gespräch war da das Jahr 2026. Die OLED-Panels für das MacBook wird Apple von Samsung Display beziehen. Die Koreaner haben eigens für diesen Zweck eine eigene Fertigungslinie eingerichtet, wo ausschließlich OLEDs der „Generation 8.6“ vom Band laufen. Das sind große Panels, die für Notebooks gedacht sind.
Die Entwicklung des OLED-MacBooks ist aber anscheinend ins Stocken gekommen. Das schreibt das ebenfalls koreanische Portal The Elec in einem recht ausführlichen Bericht über Samsungs neue Fabrik, die später irgendwann nur für Apple fertigen wird. Samsung hat jetzt ein Problem, denn die neue Fertigungslinie wird bereits 2026 fertig, Apple kann aber erst ein Jahr später die bestellten Stückzahlen abnehmen.
OLED-MacBook verspätet sich um ein weiteres Jahr
Daraus resultiert nicht nur, dass wir als Endkunden frühestens ab 2027 mit einem OLED-MacBook rechnen können. Samsung muss kostendeckend arbeiten und hat beschlossen, die Panels der ersten Jahresproduktion an Konkurrenten von Apple wie HP und Dell zu verkaufen. Die beiden Hersteller können dann ein Jahr vor Apple Notebooks auf den Markt bringen, die über das gleiche Display-Panel verfügen wie das anstehende OLED-MacBook.
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