Apple · WWDC

Erweiterte Datenschutz-Funktionen auf neuen Betriebssystemen

Apple und der Datenschutz - diese Beziehung funktioniert schon seit Langem. Mit den gestern vorgestellten Betriebssystemen will Apple den Schutz seiner Kundendaten weiter optimieren. 

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AppTickerTeam
08.06.20213 Min. Lesezeit
Erweiterte Datenschutz-Funktionen auf neuen Betriebssystemen
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Mit iOS 15, macOS Monterey, iPadOS 15 und watchOS 8 geht Apple einen weiteren Schritt in Richtung eines einheitlichen Systems, in dem sämtliche Geräte ineinandergreifen und miteinander interagieren. Den Schutz der persönlichen Daten behält Apple dabei stets im Auge. Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass der Datenschutz um weitere Funktionen ergänzt wurde. Wir geben euch zu den Neuerungen eine kurze Übersicht.

iCloud+

Apple macht keine Ausnahmen und betrachtet sich selbst als einen Dritten genauso wie Unternehmen, die persönlichen Daten hinterherjagen, um sie für Werbezwecke zu vermarkten. Der ungewollte Zugriff auf private Daten durch Dritte soll weitestgehend unterbunden werden. 

Mit iCloud+ führt Apple die neuen Funktionen "Privat Relay", "E-Mai-Adresse verbergen" und "erweiterter HomeKit Secure Video Support" ein. Privat Relay dient dem Schutz der Privatsphäre im Internet. User können zum Surfen eine verschlüsselte Kommunikation über zwei Relay-Surfer nutzen. Zum Beispiel werden über Safari sämtliche ausgehenden Daten durch Private Relay verschlüsselt, sodass weder Apple noch andere auf den Inhalt zugreifen können. Alle Bewegungen werden über zwei verschiedene Internetrelais geleitet. Im ersten Relais erhält der Nutzer eine anonyme IP-Adresse, die sich zwar auf die Region bezieht aber nicht den tatsächlichen Standort verrät. Im zweiten Relais wird die Internetadresse entschlüsselt, sodass die Weiterleitung auf die gewünschte Adresse erfolgen kann. 

Somit ist eine Rückverfolgung nicht mehr möglich. 

Im Mailverkehr erfundene E-Mail-Adressen verwenden

Die Funktion "E-Mail-Adresse verbergen" bietet Nutzern die Möglichkeit, ihre eigene Mail-Adresse zu verschleiern, sofern sie nicht möchten, dass der Empfänger oder die Empfängerliste über diese Kenntnis erlangt. Dabei werden beliebig viele Mail-Adressen eingerichtet, die im Falle der Nutzung auf die persönliche Mail-Adresse weiterleiten. So geben Nutzer nur ihre ausgedachte Mail-Adresse weiter und müssen sich nicht fürchten, ihre Mail-Adresse für Betrügereien preisgegeben zu haben. 

Die Funktion wird auf iOS 15, iPadOS 15, macOS Monetery und iCloud.com verfügbar sein. 

Mehr Kameras für HomeKit Secure Video

Über iCloud+ wird es zukünftig möglich sein, weitere Kameras zur HomeKit Secure Video Überwachung hinzuzufügen. Eine Begrenzung der Kameraanzahl gibt es nicht. Der Preis beträgt nach wie vor 10 Euro im Monat. Die über die Kameras erstellten Aufnahmen werden verschlüsselt in der iCloud abgelegt. Der Speicherplatz der Cloud soll dadurch nicht beansprucht werden. 

Siri verarbeitet Audiodateien auf dem Gerät

Bisher werden sämtliche Anfragen an den Sprachassistentin Siri in die Cloud geladen und dort verarbeitet. Außerdem werden die Daten dort gespeichert. Viele Nutzer*innen stören sich an dieser Verfahrensweise und weisen daraufhin, dass ein Großteil der Anfragen auch lokal auf dem Gerät verarbeitet werden könnte. 

Apple arbeitet daran, dem Wunsch zu entsprechen und einen gewissen Anteil der Audio-Sprachanfragen lokal auf dem Gerät zu verarbeiten. Dazu zählen Befehle wie das Starten und Beenden von Apps, Konfiguration von Timern und Weckern, Einstellungsänderungen und das Abspielen von Musik. 

Schluss mit versteckten Pixel in Mails

Apple verhindert in Zukunft die Möglichkeit, dass sich in eingehenden Mails unsichtbare Pixel befinden, die dem Absender mitteilen können, ob eine Mail z. B. geöffnet wurde. Über diesen Weg können Absender von Betrugsmails oder Spam-Nachrichten erkennen, ob die Mail-Adresse aktiv ist. Darüber hinaus wird die IP-Adresse des Nutzers verschlüsselt, damit Dritte keine weiteren Informationen erhalten können. 

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