Sonstiges · Tim Cook

FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook

Vor gut einer Woche hat Apple die Gruppenanrufe für FaceTime deaktiviert, weil es ein Bug ermöglichte, Gesprächspartner zu belauschen noch bevor man die Konversation betreten hatte. In einem aktuellen Schreiben forderte nun der Energie- und Handelsausschuss des US-Repräsentantenhauses Tim Cook dazu auf, zu dem Vorfall Stellung zu nehmen.

A
AppTickerTeam
06.02.20193 Min. Lesezeit
FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook
Banner-Werbung
Leaderboard · 970 × 250 / 728 × 90

Sie gehört wohl zu den gravierendsten Sicherheitslücken, die es in der Geschichte von Apple je gegeben hat: Mit wenigen Tipps auf dem Bildschirm konnte man sich in FaceTime-Gruppentelefonate einklinken und mithören, noch bevor man die Unterhaltung offiziell und für alle anderen Teilnehmer ersichtlich betreten hatte. Neben dem Audio war es sogar möglich, die Kamera der Gesprächspartner zu aktivieren bzw. deren Bild zu übertragen.

Entdeckt hat die Lücke der 14-jährige Schüler Grant Thompson aus den USA. Dessen Mutter meldete den Bug umgehend an Apple, was durch diverse Tweets vom 20. Januar 2019 nachgewiesen werden kann. Neben einigen Telefonaten hat Frau Thompson auch eine E-Mail an Apple geschickt, die sie ebenfalls auf Twitter veröffentlichte.

Da Apple auf die Sicherheitslücke erst eine Woche später, nämlich am 28. Januar, reagierte und die Server auf denen die FaceTime-Gruppengespräche laufen offline nahm, sieht sich der iPhone-Hersteller jetzt mit schweren Vorwürfen konfrontiert. Dem Konzern wird vorgeworfen, seine Kunden nicht nach Bekanntwerden des Datenlecks informiert und mit der Abschaltung der Server zu spät reagiert zu haben.

FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook
FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook
FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook

Apple-CEO Tim Cook muss sich jetzt zu dem Vorfall vor einem Ausschuss des US-Repräsentantenhauses äußern. In einem Brief des "US House of Representatives Energy and Commerce Committee" wurden sechs Fragen formuliert, die Cook beantworten soll. Wir haben die sechs Fragen an dieser Stelle kurz für euch zusammengefasst:

  • Wann ist ihr Unternehmen zum ersten Mal auf den Fehler aufmerksam geworden? Wusste Sie davon, bevor Sie von Frau Thompson informiert wurden? Hat bereits ein anderer Kunde vor Frau Thompson die Lücke gemeldet?
  • Bitte informieren Sie uns darüber, welche Maßnahmen zu welcher Zeit von Apple nach Bekanntwerden der Sicherheitslücke getroffen wurden.
  • Was macht Apple um solche Fehler im Vorfeld zu identifizieren? Warum haben diese Maßnahmen in dem aktuellen Fall nicht funktioniert?
  • Warum hat Apple so lange gebraucht, um nach der Meldung von Frau Thompson Gegenmaßnahmen einzuleiten?
  • Wurden Schritte unternommen, um herauszufinden, ob Nutzer durch die Lücke Schaden genommen haben? Werden diese Nutzer informiert und erhalten diese Schadensersatz?
  • Sind andere Sicherheitslücken bekannt, die es Unbefugten erlauben, Kamera und/oder Mikrofon an Applegeräten zu aktivieren?

Apple hat jetzt bis zum 19. Februar Zeit, die Fragen zu beantworten. Im Regelfall erledigt dies ein Vertreter von Cook in Schriftform.

In der Zwischenzeit hat ein Applesprecher in einem Interview mit CNBC mitgeteilt, Grant Thompsons Meldung mit einer Belohnung im Rahmen des sogenannten Bug-Bounty-Programms zu honorieren, einer Initiative, mit der das Melden von Bugs und Fehlern mit einem Geldbetrag vergütet wird.

Die FaceTime-Gruppenserver sind immer noch offline, sollen aber im Lauf dieser Woche wieder aktiviert werden, nachdem iOS, watchOS und macOS ein Update erhalten haben. Den Download von iOS 12.1.4 erwarten wir in den nächsten Tagen.

FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook
FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook
FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook
FaceTime-Sicherheitslücke: US-Repräsentantenhaus fordert Stellungnahme von Tim Cook
Banner-Werbung
Inline · Billboard 970 × 250

Das könnte dich auch interessieren

Weitere Geschichten aus Sonstiges.

Alle Sonstiges →
Apple gibt Vision Pro auf: Team aufgelöst, Fokus auf Smart Glasses
Apple

Apple gibt Vision Pro auf: Team aufgelöst, Fokus auf Smart Glasses

Apple hat die Vision-Pro-Produktlinie faktisch aufgegeben. Das spezialisierte Team wurde aufgelöst und die Mitarbeiter auf andere Bereiche verteilt — stattdessen setzt das Unternehmen auf kompakte Smart Glasses mit KI-Funktionen.

Vor 12 Std1 Min
iPhone 18 Pro: Die wichtigsten Features im Überblick
Apple

iPhone 18 Pro: Die wichtigsten Features im Überblick

Apple bringt im September das iPhone 18 Pro mit einer Reihe neuer Features. Von einem 2nm-Chip über eine kleinere Dynamic Island bis hin zu Satellit-5G – ein Überblick über die gerüchteten Innovationen.

Vor 2 Tagen1 Min
Apple veröffentlicht Betas für iOS, watchOS, tvOS und visionOS 26.6
Apple

Apple veröffentlicht Betas für iOS, watchOS, tvOS und visionOS 26.6

Apple hat parallel die ersten Developer-Betas für iOS 26.6, iPadOS 26.6, watchOS 26.6, tvOS 26.6 und visionOS 26.6 freigegeben. Zwei Wochen nach der 26.5-Version dienen die Updates primär der Stabilität und Bugfixes.

Vor 2 Tagen1 Min
MacBook Ultra: Apples neues Top-Notebook mit OLED, Touch und 2nm-Chips
Mac News

MacBook Ultra: Apples neues Top-Notebook mit OLED, Touch und 2nm-Chips

Apple plant ein MacBook Ultra als neue Top-Kategorie oberhalb der MacBook Pro-Modelle — mit OLED-Touchscreen, Dynamic Island und M6-Chips.

Vor 2 Tagen1 Min
AirPods Max 2: Over-Ear-Kopfhörer mit H2-Chip für 528 Euro
Schnäppchen

AirPods Max 2: Over-Ear-Kopfhörer mit H2-Chip für 528 Euro

Die AirPods Max 2 sind aktuell bei Amazon im Deal — mit 51 Euro Rabatt auf die UVP von 579 Euro. Der H2-Chip bringt eine deutlich verbesserte Geräuschunterdrückung und neue Features wie Live-Übersetzung.

Vor 3 Tagen1 Min
Apple plant 15 neue Produkte für Ende 2026
Apple

Apple plant 15 neue Produkte für Ende 2026

Apple kündigt eine massive Produktflut für das zweite Halbjahr 2026 an – von faltbarem iPhone über MacBook Ultra bis zum neuen Smart-Home-Hub. WWDC 2026 markiert den Start einer neuen Ära.

Vor 6 Tagen1 Min

Kommentare

Sei der Erste, der hier kommentiert.

Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.

News & Schnäppchen — jeden Freitag in deiner Inbox.

Die wichtigsten App-News und besten Deals der Woche, kuratiert von der Redaktion. Kein Spam.