Fehlende Chips und die Auswirkungen auf die Produktion von Smartphones
Der fehlende Nachschub an Mikrochips sorgt für ein weltweites Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage bei Smartphones und Tablets.

Nachdem bekannt wurde, dass es auf der ganzen Welt zu Lieferengpässen von dringend benötigten Chips kommt, wurden bereits erste Ängste von Applefans laut, dass sich der Chipmangel negativ auf die Produktion und somit die Verfügbarkeit des neuen iPhone 13 auswirken könnte. Aktuell gibt es allerdings keinen Grund in Panik zu verfallen.
Viele Faktoren für die Chipknappheit
Die vergangenen zwölf Monate waren geprägt von Liefer- und Produktionsschwierigkeiten in fast allen Wirtschaftszweigen rund um den Globus. Das Ausweichen auf Homeoffice und Homeschooling sorgte für große Nachfragen nach Notebooks und Tablets. Da Lieferketten der Hersteller teilweise komplett wegbrachen, ist der Bedarf an technischer Ausstattung heute noch immer nicht ausreichend gedeckt. Die seit Mitte Februar stillstehenden Chipfabriken in Texas tragen dazu bei, dass sich die Lage bisher nicht wirklich entspannen konnte. Ein Wintersturm war dort für einen großflächigen Stromausfall verantwortlich. Die Folgen sind bis heute spürbar.
Apple sichert sich seine Chips
Von all den Sorgen bekommt Apple (bisher) eher weniger mit. Der Konzern wird mit Chips von der taiwanischen Firma TSMC beliefert. TSMC ist der weltweit führende Hersteller von Mikrochips. Die Bauteile aus Asien finden sich nicht nur in Smartphones wieder, sondern werden auch in Autos, Kampfjets, Grafikkarten und sogar Kühlschränken verbaut.
Apple hat die größer werdende Bedeutung der Mikrochips früh erkannt und für sich die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Zum einen besitzt Apple mit seinem Chip der A-Serie ein Alleinstellungsmerkmal gegenüber anderen Herstellern und muss somit bei der Beschaffung seiner Chips nicht mit Samsung und Co konkurrieren. Zum anderen sichert sich Apple beim taiwanischen Chipgiganten regelmäßig mit Hilfe einer frühzeitigen Planung ausreichend große Kapazitäten, so dass die anvisierten Produktionsmengen auch tatsächlich eingehalten werden können.Im Gegensatz zum Konkurrenten Samsung muss sich Apple daher bis dato keine großen Gedanken über die Einführung seines neuen iPhones machen.
Die Markteinführung des neuen Flaggschiffes der Südkoreaner im Jahr 2021, dem Galaxy Note, gilt einem Bericht zufolge als nicht sicher. Bleibt abzuwarten, ob sich die Lage am Markt entspannt oder ob die bereits klaffenden Löcher noch größer werden. Nicht wenige Experten sind der Meinung, dass auch Apple bei anhaltenden Lieferschwierigkeiten Produktionsprobleme bekommen könnte. Dennoch stehen die Kalifornier im Vergleich zur Konkurrenz wesentlich besser da.
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