Samsung: Übereilter Marktstart schuld an dem Akku-Debakel?
Viele dürften es mitbekommen haben, dass Samsung derzeit ordentlich mit seinem neuen Smartphone Galaxy Note 7 zu kämpfen hat. Fehlerhafte Akkus haben bei zahlreichen Nutzern während des Ladevorgangs Feuer gefangen oder sind gar regelrecht explodiert. Dadurch muss Samsung Millionen von Geräten zurückrufen, alleine über eine Million in den USA, wovon wiederum 97% potentiell gefährdet sind. Das stellt damit die größte Akku-Rückrufaktion seit Jahren da, wobei größere Rückrufaktionen davor auf mehrere Hersteller verteilt waren, zu denen unter anderem auch Apple gehörte.
Wie nun von dem Wirtschaftsmagazin Bloomberg berichtet wird, scheint eine Kombination aus Gerüchten um das iPhone 7 und zu großer Eile sowie damit verbunden fehlerhaften Fertigungsverfahren daran schuld zu sein. So hat die diesjährige iPhone-Generation vergleichsweise wenig Neuerungen, was in der Gerüchteküche schon seit Monaten kursierte. Das sah Samsung wiederum als Gelegenheit, vorzupreschen und schnell das Galaxy Note 7 auf den Markt zu bringen sowie große Stückzahlen absetzen zu können. Durch zu großen Druck auf die Akkus sei intern ein Kurzschluss entstanden, der dann bei einigen Geräten zum Feuer geführt hat.
Unklar ist derzeit aber, wie dieser zu große mechanische Druck auf die Akkus zustande gekommen ist. Arbeiteten die Montageroboter zu schnell und mit zu großem Schwung, sodass die Akkus beim Reinsetzen gequetscht wurden? Sind die Akkus etwas zu dick geraten oder der Platz für die Akkus in den Galaxy Note 7 zu dünn? Fest steht, dass neben Überladung mechanische Schäden bei Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus die häufigste Brandursache sind. Wie empfindlich Lithium-Akkus auf mechanische Beschädigungen reagieren, zeigt das eingebettete Video.
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