Foxconn-Gründer rät: Apple soll künftig in Taiwan produzieren
Apple plant schon länger, seine chinesischen Produktionsstätten in anderen Ländern anzusiedeln. Ausgerechnet Foxconn-Gründer Terry Gou rät Apple, die Fertigung künftig in Taiwan vornehmen zu lassen.

Rund um den Globus hat Apple mit wirtschaftlichen Konflikten zu kämpfen. Nachdem die letzte große Baustelle, die Rechtsstreitigkeiten mit Qualcomm, mit einer außergerichtlichen Einigung beendet wurde, birgt der Handelskrieg zwischen den Vereinigten Staaten und China weiteres Potenzial, die Preise von iPhones, iPads oder MacBooks in die Höhe klettern zu lassen.
Der Gründer von Foxconn Terry Gou hat Apple jetzt den Vorschlag unterbreitet, die Produktion ins östlich von China gelegene Taiwan umzuziehen. Da Taiwan von China jedoch nicht als eigener Staat anerkannt wird, könnte der Weggang aus China wiederum politische Konsequenzen nach sich ziehen, da sich Gou im Moment für die Stelle als Präsident von Taiwan starkmacht.
Sollten die Strafzölle, welche aktuell für manche Güter die in China gefertigt werden, auch für iPhones und andere Apple-Produkte erhoben werden, müsste der Konzern den Aufpreis entweder vom Gewinn abziehen oder an seine Kunden weitergeben. Im schlimmsten Fall könnte das iPhone 25 Prozent teurer werden. Da die iPhone-Verkäufe zurückgehen, wäre dies allerdings ein schwer vertretbarer Schritt.
Um dem zu entgehen, prüft Apple die Möglichkeit, 15-30 Prozent der Apple-Hardware die in den chinesischen Foxconn-, Pegatron- oder Wistron-Werken vom Band läuft in anderen asiatischen Ländern produzieren zu lassen. Laut dem asiatischen Wirtschaftsportal Nikkei Asian Review führte Apple dazu bereits Gespräche mit seinen Zulieferern, eine endgültige Entscheidung ist bisher aber noch nicht gefallen.
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