Google präsentiert neue Pixel-Smartphones sowie Pixel Watch und schießt gegen Apple
Etwa einem Monat nachdem Apple das iPhone 14 präsentierte, ist Google nun mit seiner neuesten Smartphone-Baureihe an den Start gegangen und nutzt die Gelegenheit, Apple des Nachahmens zu bezichtigen.

Google hat zum Ende der vergangenen Woche die neue Generation der hauseigenen Smartphones vorgestellt. Das Pixel 7 und Pixel 7 Pro lösen nun also das Pixel 6 sowie das Pixel 6 Pro ab, womit Google seiner grundsätzlichen Linie treubleibt. Außerdem konnte ein Blick auf die Pixel Watch geworfen werden, mit der die Suchmaschine Apple im Wearable-Segment herausfordert.
Im Laufe der Keynote schoss Google eine Spitze Richtung Apple und warf dem Smartphone-Hersteller vor, Features aus den Pixel-Smartphones in den iPhones nachzuahmen.
Vorstellung des Google Pixel 7 und Google Pixel 7 Pro
In Bezug auf das Design nahm Google keine großen Veränderungen im Vergleich zu den Vorgängermodellen vor. Das Pixel 7 verfügt allerdings über ein leicht kleineres OLED-Panel als das Pixel 6 (6,3" statt 6,4"). Beim Pixel 7 Pro bleibt es dagegen beim 6,7-Zoll-Bildschirm. Google hält auf der Rückseite weiterhin am charakteristischen Aluminiumbalken fest, in dem die Hauptkamera ihren Platz findet.
Die Kamera bietet im Übrigen beim Pixel 7 zwei Objektive mit einem 50-MP-Weitwinkel und einem 12-MP-Ultraweitwinkel. Beim Pro-Modell wird die Kamera zusätzlich um ein Teleobjektiv mit 48 Megapixel und fünffach optischen Zoom erweitert. Mit einem Flickersensor, Laser-Autofokus und optischer Bildstabilisierung will sich Google mit seinen Pixel-Geräten weiter in der Oberklasse festsetzen.
Das Unternehmen wirbt zudem damit, dass beim Teleobjektiv eine 10-fache Vergrößerung ohne spürbaren Qualitätsverlust möglich sei. Bei der Weitwinkel-Kamera sei es sogar ein 2-facher Zoom ohne große Abstriche. Für diese und weitere hauseigenen KI- und ML-Features kommt der neue Google-Chip Tensor G2 zum Einsatz.
Die Akkuleistung beider Modelle beträgt in etwa 24 Stunden. Das Pixel 7 kostet mit 128 GB Speicherkapazität 649 Euro, für das Pixel 7 Pro werden mit gleicher Kapazität 899 Euro fällig. Für jeweils 100 Euro mehr erhält der Kunde mit 256 GB den nächstgrößeren Speicher.
Ebenfalls neu: Google Pixel Watch
Neben den beiden Smartphones hat Google ebenfalls die Pixel Watch mit dem hauseigenen Betriebssystem Wear OS vorgestellt. Der auffälligste Unterschied im Vergleich zur neuen Apple Watch Series 8 ist das runde Display, welches 320 ppi bietet und von einem Corning Gorilla Glass 5 vor äußeren Einwirkungen geschützt wird.
Beim Material hat sich Google für ein Edelstahlgehäuse mit einem Durchmesser von 41 mm entschieden. Wie bei Apple lässt sich die Uhr mit verschiedenen Armbändern kombinieren. Die Bedienung erfolgt per Touch-Gesten oder über die Seitentaste sowie die Krone.
Mit einer integrierten EKG- und Herzfrequenz-Messung unterstreicht Google zudem seine erwähnten Ambitionen, auf Dauer der größte Konkurrent von Apple zu werden. Mit der Integration diverser Apps wie Google Maps oder Google Assistant in Wear OS setzt die Suchmaschine ebenfalls auf ein reibungsloses Zusammenspiel zwischen Smartphone und Smartwatch.
Die WiFi-Version der neuen Pixel Watch kostet 379 Euro, für die LTE-Variante wird ein Preis in Höhe von 429 Euro ausgerufen. Außerdem winken kostenlose Zugänge zu YouTube Premium (3 Monate) und Fitbit Premium (6 Monate).
Google mit Anschuldigungen gegen Apple
Im Laufe des Abends wurde seitens Google gegen Apple geschossen. Der für das Produktmanagement verantwortliche Brian Rakowski betont, dass Google schon immer ein "Vorreiter bei Smartphone-Innovationen" gewesen sei.
Von daher nehme es das Unternehmen als Kompliment auf, wenn sich die Konkurrenz an den eigenen Funktionen bediene. Als Beispiel werden das Always-On-Display und Car Crash Detection angeführt.
Auch wenn Apple nicht explizit erwähnt wurde, ist doch klar, in welche Richtung die Anmerkungen gehen sollten. Schließlich hat Cupertino erst wenige Wochen vorher beide Features als große neue Funktionen des iPhone 14 angekündigt.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Smartphone.

Apple fertigt Chips unter Druck bei Intel in den USA
Apple hat unter erheblichem politischen Druck einen Fertigungsdeal mit Intel abgeschlossen. Ziel war vor allem die Abwendung drohender Importzölle, nicht eine Neuausrichtung der Chipproduktion.

iPhone 18 Pro: Leaker berichten von dickerem Gehäuse, mehr Gewicht und fehlendem Schwarz
Mehrere Leaker deuten auf drei Design-Anpassungen beim iPhone 18 Pro hin: Eine potenzielle Verdickung des Gehäuses, ein höheres Gesamtgewicht und eine reduzierte Farbpalette ohne Schwarz-Modell.

Teurere Bauteile: Apple rechnet mit höheren Kosten für das iPhone 18 Pro Max
Die Materialkosten für das kommende iPhone 18 Pro Max steigen durch teure Speicherchips und den neuen 2-Nanometer-Chip massiv an. Experten gehen davon aus, dass Apple die Verkaufspreise im Schnitt um 200 Dollar anheben muss.

iPhone 18 Pro Max: Gewicht und Dicke steigen durch massiven Akku
Mit dem iPhone 18 Pro Max kehrt Apple bei den Spezifikationen zu älteren Werten zurück. Das neue Flaggschiff wird durch einen vergrößerten Akku deutlich schwerer und dicker als der direkte Vorgänger.

iPhone Ultra: Lieferkette bestätigt September-Start
Frische Meldungen aus der Apple-Lieferkette widerlegen die jüngsten Verzögerungs-Gerüchte. Das faltbare iPhone Ultra kommt pünktlich im September 2026 auf den Markt, doch extreme Lieferengpässe und Wartezeiten von mehreren Wochen bleiben wahrscheinlich.

Apple testet CXMT-Speicherchips für China – Politische Hürden in Washington
Apple prüft DRAM-Chips des chinesischen Herstellers CXMT für Geräte in China und setzt sich in Washington für eine Nutzungserlaubnis ein. Der globale Speicherchip-Mangel zwingt das Unternehmen zu alternativen Lieferquellen.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.