iCloud-Verschlüsselung: FBI kritisiert neue Sicherheitsfunktionen
Apple gab in der vergangenen Woche bekannt, dass man die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf weitere iCloud-Dienste, darunter die Erstellung von Backups, ausweiten werde. Das FBI zeigt sich über diese Entscheidung äußerst besorgt.

Um persönliche Daten der Nutzer vor dem Zugriff unberechtigter Dritter zu schützen, bietet Apple in vielen Bereichen die sogenannte Ende-zu-Ende-Verschlüsselung an. Unter anderem werden Nachrichten über iMessage sowie diverse iCloud-Dienste auf diese Weise gesichert.
Vor wenigen Tagen gab das Unternehmen nun bekannt, dass man etwa zehn zusätzliche Cloud-Services mit dem Feature ausstatten will, unter anderem auch die Erstellung von iCloud-Backups.
Während Cupertino für diese Entscheidung von vielen Seiten Applaus erhält, zeigt sich das Federal Bureau of Investigation (FBI) von der neuesten Entwicklung alles andere als angetan und verweist dabei auf wiederholte Forderungen an die Chefetage von Apple.
FBI fordert Zugang zu strafrechtlich relevanten Daten
Das Thema Datenschutz nimmt beim iPhone-Konzern einen besonderen Stellenwert ein, wie die jüngsten Ankündigungen erneut beweisen. Die Ausweitung der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung beginnt zunächst nur in den USA, im Laufe des kommenden Jahres werden dann weitere Länder folgen. Während die Nutzer von der jüngsten Neuerung profitieren, wird die Arbeit einer bestimmten Behörde deutlich erschwert.
Gegenüber der Washington Post zeigt sich die Sicherheitsbehörde besorgt über die mit der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung verbundenen Gefahren. Demnach seien die Möglichkeiten, amerikanische Bürger vor Cyberangriffen, Terror und Verbrechen wie Kinderpornografie oder Menschenhandel zu schützen, stark eingeschränkt.
Das FBI betont erneut, dass es für Sicherheitsbehörden zwingend einen Weg geben müsse, um Zugang zu den Daten von Kriminellen zu erhalten. Damit wird erneut auf die seit Jahren gestellte Forderungen nach Hintertüren in sämtlicher Software angespielt, die auch Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen aushebeln können.
Apple verweist allerdings ebenfalls seit Jahren auf den Umstand, dass sich mit den geforderten Hintertüren auch Wege für Kriminelle und despotische Staaten eröffnen. Eine Haltungsänderung in dieser Hinsicht ist in Zukunft nicht zu erwarten. Sobald die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auch bei weiteren iCloud-Diensten eingerichtet ist, erhalten Ermittler somit selbst mit der Unterstützung einer richterlichen Anordnung keinen Zugang mehr zu den gewünschten Informationen.
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