Instagram-Gründer veröffentlichen Dashboard, welches Virus-Wachstum in jedem US-Staat vergleicht
Eine Neuheit der Väter von Instagram soll US-Staaten bei den großen Entscheidungen über den Umgang mit der Pandemie helfen.

Lange ist es her, seitdem die Gründer von Instagram Kevin Systrom und Mike Krieger etwas neues in Sachen Projekten angekündigt haben. Seit dem Austritt beider von Facebook im September 2018, welches mittlerweile über Instagram verfügt, haben beide Abstand von der Entwicklung neuer Apps genommen um "zu verstehen was sie inspiriert und das mit dem zu vernetzen, was die Welt braucht" - so haben jene in einem Blog Post damals verkündet. Obwohl beide ebenfalls angedeutet haben, eine komplett neues Programm zu konzipieren und ins Leben zu rufen, hat dies noch keine Früchte getragen.
Jedenfalls bis jetzt, denn inmitten der weltweiten Coronavirus Pandemie launchen Systrom und Krieger ein Dashboard namens Rt.live, welches die effektive Übertragungsrate von einer infizierten Person zu einer nicht-infizierten Personen anzeigen kann - speziell hierbei jedoch übertragen auf jeden einzelnen US-Staat. Dieses Programm könnte tatsächlich die Kulmination der Ambitionen sein, von denen die Gründer 2018 geredet haben, denn ein solches Tool wird gerade dringend zur weiteren Eindämmung des Virus gebraucht.
Wie effektiv konnten die Staaten die Krise eindämmen?
Rt.live ist ein überraschend starkes Tool für Regierungen und einzelne Einwohner der US-Staaten, da es nicht nur die jetzige durchschnittliche Infektionsrate anzeigen kann, sondern diese sogar im Vergleich mit den Raten vor knapp einem Monat ziehen kann. Die Rate wird folgendermaßen angezeigt: wenn die Rate bei 1 liegt, bedeutet das dass genau eine Person im Durchschnitt von einer Infizierten weiter infiziert wird. Dies ist der 'Normalzustand' der Pandemie - wenn die Zahl 1 übersteigt, erhöhen sich die Fälle in dem US-Staat. Wenn diese unter 1 liegen, sinkt die Infektionsrate und die Welle in dem Staat ebbt langsam ab. Über den Verlauf von 3 Wochen kann man hier eine deutliche Veränderung sehen: während vor 3 Wochen die Rate jedes US-Staates am steigen war, mit den niedrigsten als 1.1 und den höchsten als ganze 2.3, liegt die momentan höchste Rate bei 1.7 im US-Staat North Dakota. Für rund ein Drittel aller Staaten liegt die Rate mittlerweile jedoch sogar unter 1.
In einem Interview mit TechCrunch gab Krieger ein Statement zur Entwicklung dieses Programmes ab: "Wir haben Rt.live gebaut, weil wir glauben dass Rt - die effektive Infektionsrate - eine der besten Mittel ist, um zu verstehen wie sich COVID verbreitet. Es war klasse [mit Systrom] wieder zusammen zu arbeiten - wir konnten, aufgrund unserer gemeinsamen Geschichte und Kontext, das Programm von einer Idee zur Veröffentlichung in nur ein paar Tagen bringen. Wenn Staaten sich entscheiden müssen ihre Grenzen wieder zu öffnen, müssen sie vorsichtig mit der eigenen Infektionsrate arbeiten, und wir hoffen dass Dashboards wie Rt.live sich in dieser Entscheidung als hilfreich herausstellen können."
Durch Rt.live können besonders die staatseigenen Regierungen beobachten, wie effektiv die Methoden sind, die soziale Distanzierung und Schutz vor weiteren Infektionen fördern. So kann man sehen, dass das stark betroffene New York von einer 1.4 zu fast unter 1 momentan rutschen konnte, was durch die Massen an strikten Vorkehrungen leicht nachvollziehbar ist. Ebenfalls kann Rt.live Graphen speziell für jeden Staat anzeigen, welche die Infektionsentwicklung seit Ausbruch der Pandemie noch genauer detaillieren.
Das könnte dich auch interessieren
Weitere Geschichten aus Apps.

Meta startet Plus-Abos für WhatsApp, Instagram und Facebook
Meta führt für WhatsApp, Instagram und Facebook neue kostenpflichtige Plus-Abos ein. Die Zusatzfunktionen zielen auf Personalisierung und mehr Einblick in Stories – die Grundversionen bleiben kostenlos.

Facebook: Meta stellt die Messenger-App für Mac und Windows ein
Die Facebook Messenger-App für macOS und Windows steht vor dem Aus. Meta hat das Support-Ende der App für Ende des Jahres angekündigt.

Formel 1: Apple sichert sich die Exklusivrechte für Übertragungen in den USA
Jetzt ist es offiziell: Apple hat in seinem Newsroom einen exklusiven Mega-Deal mit der Formel 1 bekannt gegeben. Ab 2026 laufen alle Rennen auf amerikanischem Boden in den USA nur noch über Apple TV.

Trump: Apple soll iPhones in den USA produzieren, sonst drohen Strafzölle
iPhones, die in den Vereinigten Staaten verkauft werden, kommen fast ausschließlich aus Indien, um Strafzölle zu vermeiden. Donald Trump fordert den Konzern nun auf, die Produktion in die USA zu verlegen – ansonsten drohen Zollgebühren in Höhe von mindestens 25 Prozent.

Apple kann aufatmen: Keine höheren Zölle für iPhones & MacBooks
Das Weiße Haus hat zum Wochenende Zollbefreiungen für mehrere Produktkategorien erlassen. Dazu gehören auch Smartphones, was bedeutet, dass die Preise von iPhone und Co vorerst stabil bleiben dürften.

Zoll-Chaos in den USA: 125 Prozent könnten für Apple schwierig werden
iPhones könnten schon bald richtig teuer werden. Zwar legt Trump die angekündigten Zölle für einige Länder auf Eis – Importe aus China werden jedoch noch teurer als gedacht: Der Zoll wurde auf 125 Prozent hochgesetzt.
Kommentare
Sei der Erste, der hier kommentiert.
Du musst angemeldet sein, um zu kommentieren.