iOS 10 Beta: Kernel-Dateien unverschlüsselt
Apple hat mit der ersten Beta von iOS 10 zum ersten Mal eine Betaversion ausgeteilt, die über unverschlüsselte Kernel-Dateien verfügt. Es wird spekuliert, dass dies mit Absicht getan wurde, um mögliche Sicherheitslücken schon der Veröffentlichung der finalen Version ausfindig machen zu können. Es wird aber auch befürchtet, dass dies auch Angreifern helfen könnte.
Apple hat auf der WWDC-Keynote am 13. Juni unter anderem iOS 10 vorgestellt und es dann im Anschluss für Entwickler als erste Betaversion veröffentlicht. Teilnehmer des Betatestprogramms werden dagegen die öffentliche Betaversion erst im Juli anfangen testen zu können. Bekanntlich bringt iOS 10 jede Menge Neuerungen mit sich und zumindest die erste Betaversion des neuen Betriebssystem bringt auch eine Überraschung mit sich.
So sind die Kernel-Dateien von iOS 10, also der Systemkern, zum ersten Mal bei einer iOS-Version unverschlüsselt, wie MIT Technology Review berichtet. Es stellt sich daher die Frage, ob Apple es mit Absicht oder nicht getan hat. Experten halten es für Absicht, um schon vor der Veröffentlichung Sicherheitslücken und sonstige Bugs ausfindig zu machen. Es begünstigt aber auch das Erstellen von Jailbreaks, der im Falle von iOS 10 schon nach nur 4 Tagen bereit stand.
So wird daher auch befürchtet, dass dieser Verzicht auf die Verschlüsselung des Systemkerns von iOS 10 Cyberkriminellen beim Angriff helfen könnte. Interessanterweise kündigte Apple vor einiger Zeit im Zusammenhang mit der Verschlüsselungsdebatte um den San Bernardino Fall an, die Sicherheitsmaßnahmen von iOS 10 verstärken. Zu diesem Fall wollte sich Apple nicht äußern.
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