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iOS 14 fragt Nutzer doppelt um Cookies - und verärgert Werbungstreibende

Mit den vergangenen Tagen wird immer offensichtlicher, was für einen Fokus das Thema Privatsphäre für Apple mit iOS 14 eingenommen hat. Für die Endnutzer ist dies eine großartige Tendenz, aber vielen geschäftlichen Parteien gefallen die Änderungen teils gar nicht.

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AppTickerTeam
06.07.20204 Min. Lesezeit
iOS 14 fragt Nutzer doppelt um Cookies - und verärgert Werbungstreibende
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Seit einigen Jahren existiert nun schon die Cookie-Regelung der Europäischen Union. Jene sieht vor, dass der Besucher einer Webseite mindestens über das Speichern der Cookies informiert werden indem sie auf einen einwilligenden Banner klicken. Sobald dies getan ist kann dieser Cookie dem Werbungstreibenden - komplett anonymisierend - anzeigen, auf welche anderen Produkte oder Webseiten der Besucher nach einer Werbeanzeige geklickt hat. Die eigentlichen Informationen über den Besucher wie Name, Standort oder Gerät werden hier nicht freigelegt; die einbehaltenen Informationen sind nur relevant für den Steller der Werbung um Effektivität zu erhöhen und wichtige Einsichten zu erhalten - auf der anderen Seite erhält der Besucher dadurch in Zukunft Werbungen, welche näher auf jenen abgepasst sind. Aus diesem Grund erhält man beim ersten Besuchen einer Shop-Webseite, wie eBay zum Beispiel, die Benachrichtigung über Cookies, Datenschutzrichtlinien und Rechtsgrundlagen.

Einmal für die EU, einmal für Apple

Apple hat sich jedoch nie komplett an diesen Standard angepasst. Anstatt eine Alternative zu bauen die direkt mit dem Einverständnis des Besuchers auf der eigentlichen Webseite einhergeht, werden europäische Nutzer ab iOS 14 zwei Mal danach gefragt, ob jene mit dem Sammeln von Cookies und spezifischen Daten einverstanden sind - einmal von der Webseite selber (im Zusammenhang mit den EU-Richtlinien), einmal von Apple selbst. Dies dient dem Hauptpunkt von iOS 14, über welchen in der Vergangenheit bereits berichtet worden ist - iOS 14 fügt viele neue, trügerisch kleine Elemente hinzu, die die Privatsphäre des Nutzers weiter schützen sollen. Während dies für den Endnutzer ein gefeierter Vorteil ist, fühlen sich viele Werbungstreibende über diese Neuerung verärgert. So berichtet Reuters darüber dass jene Angst davor haben, dass Nutzer von iOS 14 durch die doppelte Einstimmung seltener einstimmen könnten und so wertvolle Einsichten verlieren:

"Sechzehn Marketing Verbunde, darunter jene welche von der Facebook Inc und Google unterstützt werden, haben Apple beschuldigt kein Werbesystem zu benutzen welches unter den europäischen Regeln die Einverständnis von Besuchern einholt. Apps werden nun doppelt um Einverständnis bitten müssen, was die Chance abgelehnt zu werden verdoppelt, erklärten die Verbunde. Facebook und Google zählen unter den größten Unternehmen unter tausenden, welche online die Käufe von Konsumenten festhalten um die Gewohnheiten und Interessen rauszufiltern und gezielt Anzeigen zu schalten."

Für die Geschäfte existiert eine Alternative

Apple sieht jedoch kein Problem im neuen Feature von iOS 14 und hat sich dementsprechend zur Kritik geäußert:

"Die technischen Ingenieure von Apple haben noch letzte Woche bekannt gegeben, dass ein neues, kostenloses Tool von Apple für Werbungstreibende veröffentlicht wird, welches anonyme Daten ansammelt um zu beobachten ob eine Werbekampagne funktioniert oder nicht - und jenes wird kein Pop-Up erzeugen. "Da es nicht dazu gebaut ist um Besucher zu tracken, braucht es keine Erlaubnis um den Besucher zu tracken," erklärte Brandon Van Ryswyk, seines Zeichens Ingenieur in Apples Privatsphären-Branche, in einer Videokonferenz mit Entwicklern in denen er das neue Tool präsentierte."

Inwiefern das Feature nach dem offiziellen Release von iOS 14 auf legaler Weise aufgegriffen wird, ist schwer abzuschätzen. Einerseits ist Apples Logik verständlich und assistiert besonders dem verletzbarsten Teil von Business-to-Customer Verhältnissen, nämlich dem Konsumenten, aber auf der anderen Seite könnte das Feature als antikompetitiv angesehen werden - auch wenn das Unternehmen das alternative Tool anbietet. Tendenziell scheinen Apples Argumente und Lösungen allerdings solider zu sein als die losen Anschuldigungen der Marketing Verbunde.

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